China näher gebracht

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Bei der China-Ausstellung der Jugendkunstschule, die als Vereinsfest konzipiert war und zugleich den Semesterabschluss markierte, lernten die Kinder unter anderem, wie man Tondrachen herstellt.

Offenbach - Dem Motto „Viele Künste unter einem Dach“ bleibt die Jugendkunstschule Offenbach auch nach nunmehr beinahe 30-jährigem Bestehen treu. Mit einer Ausstellung zum Thema „China“ zogen die jungen Künstler am vergangenen Wochenende eine Vielzahl von Besuchern mit ihren technisch und inhaltlich vielseitigen Arbeiten an. Von Alexandra Bauer

Das Leitmotiv der diesjährigen Semesterabschlussausstellung ergab sich daraus, dass China in diesem Jahr Gastland auf der Frankfurter Buchmesse ist“, erläuterte die Leiterin Barbara Meyer bei ihrer Eröffnungsrede.

Und so lernten die Teilnehmer der Kunstkurse viele Aspekte dieses großen und komplexen Landes kennen und setzten dies künstlerisch um: Sie pinselten mit Tusche chinesische Schriftzeichen und setzten sich dadurch mit der uralten Kulturtechnik der Kalligraphie auseinander. Sie bastelten Schattenspielfiguren, die in China traditionell für das Schattentheater verwendet werden. Und sie malten Bilder zum Thema China, in die sie ihre Sicht auf das Land und seine Kultur einbrachten. Das gesamte Semester über hatten die Schüler Material für diese Ausstellung angefertigt.

Die Eröffnung begann mit dem Auftritt des kleinen Zauberlehrlings François alias Levon, der sein magisches Kurswissen vor den Zuschauern präsentierte: Tücher verlängerten sich auf rätselhafte Weise, und der kleine Zauberer ließ Gegenstände vor den Augen des Publikums verschwinden.

Barbara Meyer stellte nach der Begrüßung viel Wissenswertes über China vor: So erfuhren die großen und kleinen Gäste unter anderem, dass China 1,7 Milliarden Einwohner hat, dass das Porzellan und der Schubkarren dort erfunden wurden und dass der Pandabär dort lebt.

Um den Zuschauern die chinesische Kultur noch erlebbarer zu machen, hatte Barbara Meyer ihre chinesische Bekannte Li Dattner dafür gewinnen können, ihre Ansprache parallel auf Chinesisch wiederzugeben. Es war nicht nur für die anwesenden Kinder eine spannende Erfahrung, sich in diese so fremde wie wohlklingende Sprache hineinzuhören.

Nach einem kleinen Auftritt von Marc, einem weiteren Jungzauberer, machten sich alle Gäste auf dem Weg in den Innenhof des Gebäudes in der Herrnstraße 61, wo eine akrobatische Darbietung auf sie wartete. Kursleiter Tim Dutzki hatte mit zwei seiner Schüler eine Mischung unterschiedlicher Jonglagetechniken zusammengestellt. So konnten die elf- und zwölfjährigen Schüler Lukas Jorczyk und Giuseppe Bonaffini zeigen, was sie in dem vergangenen Semester gelernt haben: Es flogen die Diavolos, Plastikaufsätze an Schnüren, durch die Luft, es wurde auf so genannten Rola-Bolas, einem Holzbrett auf einem hohlen querliegenden Metallrohr balanciert, mit Tüchern jongliert und „Pois“, lange Schnüren mit bunten federartigen Aufsätzen, rhythmisch durch die Luft geschwungen.

Das beabsichtigte Zusammenfallen der Semesterabschlussausstellung mit dem Vereinsfest sieht Barbara Meyer als Chance, noch mehr Menschen über die Jugendkunstschule zu informieren. Das neue Semester beginnt Mitte September, doch es gibt auch ein Ferienprogramm.

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