Institut mit mehr Kunden in der Region

Commerzbank setzt auf die Filialen

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Offenbach - Die Commerzbank in der Region wächst. Ihre Mittelstandsbank hat zudem 2013 mehr Kredite an Unternehmen vergeben. Von Marc Kuhn

Trotz der Konkurrenz des Internets setzt die Commerzbank in der Region auf ihre Filialen. Bis 2016 sollen die Niederlassungen mit etwa 120 Millionen Euro modernisiert werden. „Wir investieren, statt zu schließen“, sagte Jens Häfker, verantwortlich für das Privat- und Firmenkundengeschäft, gestern in Offenbach. „Die Filiale hat auch im Zeitalter des Internets eine Zukunft.“ Die Commerzbank unterhält sieben Filialen in Offenbach, Mühlheim, Hanau, Maintal und Gelnhausen. Die Hypovereinsbank hatte angekündigt, wegen des Erfolgs des Online-Bankings jede zweite ihrer 600 Dependancen zu schließen.

Mit der Entwicklung der Commerzbank in der Region zeigte sich Häfker „sehr zufrieden“. Die Umbau im Privatkundengeschäft komme schneller voran als geplant. „Wir wollen näher an den Kunden herantreten und mit dem Kunden wachsen“, erklärte Häfker. Ihre Zahl ist in der Region um drei Prozent auf etwa 55.700 gestiegen. Das Geschäftsvolumen sei mit 1,3 Milliarden Euro stabil geblieben, berichtete Häfker. Die Spar-, Termin- und Sichteinlagen seien um rund fünf Prozent auf 373 Millionen Euro gesunken. Angesichts der niedrigen Zinsen, die unter der Inflationsrate liegen, versucht die Commerzbank nach den Worten von Häfker, bei den Kunden auch wieder das Interesse für Wertpapiere zu wecken. Viele würden ihre Aktienbestände halten. Und: „Kunden greifen wieder stärker auf Zertifikate zurück.“ Etwa 16.000 Depots haben Kunden in der Region bei der Commerzbank. Sie bietet neben dem klassischen Depot seit 2013 auch ein Direktdepot an, das über das Internet genutzt werden kann. Neu ist zudem das Premiumdepot mit einer Flatrate bei den Kosten.

Stark gefragt sei auch das Vermögensmanagement, erläuterte Häfker. Das Volumen der angelegten Gelder sei auf rund 110 Millionen Euro gestiegen. Sie werden in Aktien, Anleihen und Rohstoffen angelegt und entsprechend der Marktentwicklung umgeschichtet. Wie Häfker weiter sagte, ist das Interesse an Immobilien in der Region ungebrochen. Er sprach von einem mittlerweile begrenzten Markt, auf dem es aber keine Überhitzung gebe. Das Kreditvolumen sei auf 462 Millionen Euro gestiegen.

Die Mittelstandsbank, die sich um kleinere und mittelgroße Firmen ab einem Jahresumsatz von 2,5 Millionen Euro kümmert, hat ihr Kreditvolumen in Stadt und Kreis Offenbach im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 215 Millionen gesteigert. Guido Groß, Mitglied der Geschäftsführung der Mittelstandsbank Hessen, sagte, die Unternehmen seien trotz guter Ertragslage zurückhaltend.

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