RP in Erstaufnahme-Einrichtung zuständig

Doch Container für den Nordring

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Offenbach - Die für Flüchtlinge vorgesehene Immobilie am Nordring 150 steht wohl schneller zur Verfügung als angenommen.

Wie Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid bei der Bürgerversammlung in der Stadthalle sagte, sollen die für gestern Abend erwarteten Flüchtlinge bereits Ende der Woche nach und nach von der Notunterkunft in den Schulsporthallen in den Gewerbekomplex umziehen. Die Aufstellung von Dusch-Containern, an denen es am vergangenen Wochenende mangelte, laufe auf Hochtouren, so Lindscheid. Offenbachs Feuerwehrchef Uwe Sauer zollte dem Regierungspräsidium denn auch Respekt, dass es offenbar doch gelungen sei, solche Container zu organisieren. Noch am Wochenende war Sauer diesbezüglich äußerst skeptisch: Der Markt für die Container sei leergefegt, hatte er erst am Samstag berichtet.

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Die Akteure von Land, Regierungspräsidium (RP) und Stadt machten am Dienstagabend den Besuchern der Bürgerversammlung deshalb Hoffnung, dass die Belegung der Turnhallen weniger lange dauere als befürchtet. Die Stadt kündigte gestern an, dass zunächst die Halle der Edith-Stein-Schule belegt werde, danach seien Anne-Frank-Schule und Schulzentrum am Buchhügel dran. Mit Rücksicht auf die dortigen Grundschüler stellte der Feuerwehr-Chef am Dienstagabend für die Anne-Frank-Schule in Aussicht, dort nur Frauen und Familien unterbringen zu wollen.

Bilder: Einblicke in die Notunterkünfte für Flüchtlinge

Mit dem Umzug von den Turnhallen-Notunterkünften an den Nordring 150 geht die Zuständigkeit für die Betreuung der Flüchtlinge von der Stadt aufs RP über. Am Nordring entsteht eine von hessenweit derzeit 25 Außenstellen der Erstaufnahme-Einrichtung in Gießen. Im Bezirk des RP Darmstadt gibt es derzeit vier Stellen zur Erstaufnahme – in Neu-Isenburg, Darmstadt, Bensheim und Biebesheim. Offenbach wäre mit 1000 Leuten die bislang größte im Bezirk. Das RP sucht derzeit einen Betreiber für den Nordring 150, beworben hat sich unter anderen das DRK.

mad

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