Virus-Pandemie

Corona-Ärger in Offenbach: Zu viele Menschen halten sich nicht an die Maskenpflicht

Bundespolizistinnen kontrollieren in der Innenstadt von Offenbach die Einhaltung der Maskenpflicht. Offenbach ist Corona-Hotspot.
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Bundespolizistinnen kontrollieren in der Innenstadt von Offenbach die Einhaltung der Maskenpflicht. Offenbach ist Corona-Hotspot.

Offenbach ist einer der größten Corona-Hotspots Deutschlands. Trotzdem halten sich längst nicht alle an die Maskenpflicht. Die Stadt setzt jetzt auf eine massive Ausweitung der Kontrollen – und auf die Bundespolizei.

  • Offenbach ist Corona-Hotspot - die Zahl der Infizierten steigt immer weiter.
  • Die Stadt Offenbach setzt nun auf eine deutliche Ausweitung der Kontrollen.
  • Zu viele Menschen halten sich nicht an die Maskenpflicht in der Innenstadt.

Offenbach - Aufgrund der hohen Corona-Infektionszahlen in Offenbach hat die Stadt verstärkte Maskenkontrollen angekündigt. Die Stadtpolizei hatte bereits am Mittwoch, unterstützt von zwölf Bundespolizisten, in der Innenstadt Kontrollen durchgeführt.

Bereits am Dienstag hatte die Stadtpolizei in Offenbach berichtet, dass sie bei einer ihrer Corona-Kontrollen am Platz der deutschen Einheit auf eine Gruppe von Männern stieß, die die Aufbewahrungskiste der Schachfiguren am Platz zu einer Bar umfunktioniert hatte. Insgesamt standen dort zehn Menschen zusammen und tranken reichlich Alkohol, sie trugen weder eine Mund-Nase-Bedeckung noch hielten sie einen Mindestabstand zueinander ein.

Corona in Offenbach: Kontrollierte zeigen sich uneinsichtig

Die Kontrolle gestaltete sich für die Stadtpolizei in Offenbach sehr schwierig, da die Männer die Corona-Bestimmungen völlig ignorierten. Die Kontrollierten zeigten sich absolut uneinsichtig, sie verneinten die Existenz eines Coronavirus und gaben vor, in ihrer Heimat gäbe es solche Regeln nicht.

„Insgesamt mussten rund 100 Menschen mit einer Strafe daran erinnert werden, dass in Hessen die Maske überall dort getragen werden muss, wo der Abstand von mindestens anderthalb Meter nicht eingehalten werden kann“, sagte Offenbachs Bürgermeister Peter Freier zu der Corona-Maßnahme.

Offenbacher missachten Maskenpflicht: 500 Verwarnungen und 266 Bußgelder

In dieser Woche habe die Stadtpolizei in Offenbach insgesamt 500 so genannte Bar-Verwarnungen ausgesprochen. Menschen, die ihre Maske nicht oder nicht korrekt trugen, mussten an Ort und Stelle 50 Euro zahlen. Hinzu seien 266 Bußgelder wegen Maskenverstößen, 51 wegen Quarantäneverstößen und 500 Verwarnungen wegen diverser anderer Corona-Verstöße gekommen.

Freier hatte aber auch Lob parat: „Nach den Beobachtungen bei der Kontrolle am Mittwoch tragen die meisten Bürgerinnen und Bürger ihren Teil dazu bei, die weitere Ausbreitung von Sars-Cov-2 zu verhindern. Denen danke ich ausdrücklich für Ihre Unterstützung.“

Corona in Offenbach: Kein Essen, Trinken und Rauchen

In Offenbach gilt die Maskenpflicht seit dieser Woche in der Innenstadt zu den Zeiten, in denen sich viele Menschen dort aufhalten. Weitere Gebiete im Stadtgebiet wurden wegen der anhaltend hohen Corona-Zahlen ebenso gekennzeichnet. Unterstützt von zwölf Bundespolizisten unter Leitung der Landespolizei kontrollierte die Stadtpolizei am Mittwoch den ganzen Tag die Einhaltung der Corona-Maßnahmen.

Wer durch die Innenstadt von Offenbach läuft, ist wegen Corona zum Tragen einer Maske verpflichtet. Das bedeutet, dass weder gegessen, getrunken oder geraucht werden kann. Essen, Trinken und Rauchen ist nur im Stehen mit anderthalb Meter Abstand zu anderen Menschen erlaubt. Das gilt auch für die anderen Zonen mit Maskenpflicht jeweils in der Zeit von 8 bis 22 Uhr, weil hier mit dem größten Andrang zu rechnen ist. Fahrradfahren ist ohne Maske erlaubt, sobald angehalten wird, ist die Maske aufzusetzen.

Offenbach hat höchste Corona-Inzidenz in ganz Hessen

In Offenbach lag die Zahl der Corona-Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Donnerstag bei 316,2 - das ist der höchste Wert in ganz Hessen und bundesweit Platz vier. Binnen 24 Stunden wurden in der Stadt 71 neue Corona-Fälle registriert. In den kommenden Tagen werden weitere Kontrollen folgen. (Tobias Möllers)

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