Corona-Fälle: Entwarnung für Offenbach

Offenbach – Noch am Tag zuvor wirkte es, als steuere Offenbach mit 39,4 Corona-Ansteckungen pro 100 000 Einwohner direkt auf die magische 50er-Marke zu, bei der sich das hessische Sozialministerium zur Einleitung weiterer Maßnahmen einschaltet. Gestern kam Entwarnung: Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag trotz vier Neuinfektionen nur noch bei 30,1. Dennoch kommt zu den bisherigen Maßnahmen nach Erreichen der 35er-Marke – öffentliches Grillverbot, Besuchsbeschränkung in Pflegeheimen – nun noch eine Begrenzung der Teilnehmerzahl bei Bestattungen hinzu.

Der Wert ist so deutlich zurückgegangen, da 15 Fälle aus der Vorwoche für die Berechnung nicht mehr zu berücksichtigen sind. Aktuell sind 64 Offenbacher mit dem Virus infiziert, zwei Personen werden im Krankenhaus behandelt. Insgesamt haben sich bislang 304 Menschen in Offenbach infiziert.

Gestern bestätigten die Offenbacher Kickers den ersten Corona-Fall im Profikader. Ein Spieler des Fußball-Regionalligisten wurde bei einem Routineeingriff positiv getestet. Die sofort durchgeführten Tests bei allen anderen Spielern, den Betreuern und Mitarbeitern der Geschäftsstelle verliefen negativ.

Inzwischen liegen dieser Zeitung nähere Informationen über eine fatale Busfahrt in eine holländische Käsefabrik vor. Zwei infizierte Frauen hatten sechs weitere angesteckt, die das Virus wiederum an sieben Personen aus ihrem familiären Umfeld weitergaben. Bei der Reise mit drei Bussen handelte es sich jedoch nicht um eine offene Tour oder um eine Art Kaffeefahrt für Rentner. Organisator war wohl eine auch in Mainz, Wiesbaden und Viernheim tätige Integrationsinitiative.  tk/joko

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