Corona-Pandemie

Corona in Offenbach: Stadt erlässt strengere Regeln – Alle Maßnahmen im Überblick

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Die Zahl der Corona-Infektionen in Offenbach steigt: Die Stadt hat deshalb strengere Maßnahmen beschlossen (Symbolbild).

Offenbach hat die höchste Corona-Warnstufe überschritten. Die Stadt hat nun erneut Beschränkungen erlassen. Alle Regeln auf einen Blick.

  • Offenbach hat weiterhin mit steigenden Corona-Zahlen zu kämpfen.
  • Die Stadt hat die höchste Warnstufe weit überschritten.
  • Neue Corona-Beschränkungen wurden deshalb erlassen.

Offenbach - Es hatte sich die vergangenen Tage bereits angedeutet, nun ist es passiert. Die Stadt Offenbach hat erneut die höchste Warnstufe des hessischen Eskalationskonzepts überschritten - Die Inzidenz steigt über 100. Laut Stadt liegt die sogenannte 7-Tage-Inzidenz am Freitag (16.10.) bei 110,5 Fällen pro 100.000 Einwohner. Ab einem Wert von 75 sind laut Ministerium strengere Corona-Maßnahmen vorgesehen. Die Stadt hat die bereits erlassenen Maßnahmen nun noch einmal angepasst.

Um einer Ausbreitung des Coronavirus in Offenbach entgegenzuwirken, sollen die Kontakte reduziert werden. „Während der ersten Welle der Corona-Pandemie musste das Gesundheitsamt bei Corona-Fällen meistens 3 bis 5 Kontaktpersonen ermitteln. Zuletzt waren es oft mehr als 80. Die Menschen treffen in zu kurzer Zeit viele Menschen zu eng. Wenn dies noch mit Alkohol und Feiern verbunden wird, geht das Virus schnell seinen Weg“, sagte Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) in einer Mitteilung und rief dazu auf, deutlich weniger Menschen zu treffen.

Corona in Offenbach: Neue Beschränkungen erlassen - Das gilt es zu beachten

Die wichtigsten Corona-Regeln in Offenbach im Überblick:

  • Ab sofort dürfen sich nur noch drei Menschen oder maximal Mitglieder zweier Haushalte im öffentlichen Raum (auch Gastronomie) treffen.
  • In Kneipen, Bars, Restaurants und Bistros gilt erneut eine Sperrzeit von 23 bis 6 Uhr.
  • In dieser Sperrzeit gilt nun auch ein Alkohol-Verkaufsverbot im Gesamten Stadtgebiet (Kiosk, Supermarkt, Tankstelle, etc.).
  • Besuche in Alten- und Pflegeeinrichtungen wurden auf eine Stunde dreimal pro Woche beschränkt.
  • Bei Seniorentreffen in organisierten Begegnungsstätten dürfen maximal zehn Personen zusammenkommen. Es darf nicht gesungen werden und es dürfen keine Gegenstände weitergereicht werden.
  • Die zulässige Zahl der Gäste bei öffentlichen Veranstaltungen wurde auf 100 reduziert.
  • Zu privaten Feiern im öffentlichen Raum, etwa in einer Gaststätte, dürfen höchstens 10 Menschen kommen.
  • Bei privaten Feiern zu Hause oder etwa in Vereinsheimen werde eindringlich geraten, diese auf drei Personen aus verschiedenen Haushalten oder zehn Personen aus maximal zwei Haushalten zu beschränken.
  • Die Maskenpflicht gilt künftig auch in Fahrzeugen (auch Taxen), wenn Personen aus einem anderen Haushalt mitfahren.
  • Nach den Herbstferien (ab Montag, 19.10.) gilt für mindestens zwei Wochen eine Maskenpflicht im Unterricht für alle Schüler an weiterführenden Schulen.

Auch beim Schulsport und bei Veranstaltungen gibt es Corona-Beschränkungen, so werden beim Hallensport in Offenbach keine Besucher zugelassen mit Ausnahme von Erziehungsberechtigten als Begleitpersonen von Minderjährigen. Die Besucherzahl des Waldschwimmbades wird laut Stadt wieder auf 100 Personen reduziert. In außerschulischen Bildungseinrichtungen kommt neu die Begrenzung der Teilnehmerzahl auf 25 Menschen und das Tragen von Masken hinzu. Ebenso gilt in Gottesdiensten Maskenpflicht.

Sogenannte Mikro-Visiere werden zudem bei der Kontrollen der Maskenpflicht in Offenbach nicht mehr akzeptiert. „Entweder wird eine Alltagsmaske oder ein vollständiges Gesichtsvisier getragen, das Augen, Nase, Mund bedeckt. Das gilt für das gesamte Stadtgebiet auch in Absprache mit der Landespolizei“, betont Bürgermeister Peter Freier. Auch, wenn es in einem Auto mehrere Mitfahrer gibt, sollen diese eine Mund-Nase-Bedeckung tragen.

Offenbachs Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke sagte auf der Pressekonferenz am Freitag (16.10.): „In Offenbach verdoppeln sich die Fallzahlen mittlerweile wieder alle zehn Tage. Im gleichen Zeitraum ist die Anzahl der Tests jedoch nicht gestiegen. Wir stehen damit am Beginn einer neuen exponentiellen Ausbreitung des Corona-Virus.“ Die Stadt hat daher auch die Regelungen für Reisrückkehrer aus Risikogebieten angepasst.

Rückkehrer aus Risikogebieten müssen sich von nun an umgehend beim Stadtgesundheitsamt in Offenbach melden und für 10 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Ein Corona-Test ist frühestens nach fünf Tagen möglich. Vorher gemachte Tests werden nicht anerkannt. Erst ein negatives Testergebnis nach fünf Tagen führt zur vorzeitigen Beendigung der Quarantäne. Diese Regelung soll künftig bundesweit gelten, Offenbach setzt sie nun bereits vorzeitig in Kraft.

Corona-Pandemie in Offenbach: Menschen müssen Lage ernst nehmen

Oberbürgermeister Schwenke betonte in der Mitteilung zudem, dass es der Anspruch der Stadt Offenbach sei, Maßnahmen zu erlassen, die am besten zur aktuellen Situation passen. Risikogruppen gilt es zu schützen, gleichzeitig sollen die Beschränkungen aber keinen größeren wirtschaftlichen Schaden verursachen. Ein Ende der Corona-Pandemie sei jedoch nur zu erreichen, wenn die Menschen die Lage ernst nehmen. (svw/mit dpa)

Auch die Corona-Situation in Frankfurt ist ernst - die Mainmetropole steht kurz vor der roten Warnstufe. Die Stadt hat deshalb ebenfalls drastische Corona-Maßnahmen beschlossen. 

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