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Corona in Offenbach: Ausgangssperre gilt weiterhin – Inzidenz geht dennoch nicht runter

Coronavirus - Offenbach
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Sie gehören zu den wenigen Menschen, die sich zwischen 21 und 5 Uhr draußen aufhalten dürfen: Polizisten auf Streife.

Seit Ende März gilt in Offenbach eine nächtliche Ausgangssperre. Die Inzidenz steigt trotzdem weiter an. Die Stadt ist ratlos.

Offenbach – Die Corona-Lage in Hessen bleibt angespannt, wie aus den aktuellen Fallzahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. In der Region um Offenbach, Hanau und Darmstadt verzeichnet die Stadt Offenbach mit 267,1 den höchsten Inzidenzwert. Das Robert-Koch-Institut registrierte dort 42 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den vergangenen 24 Stunden.

Um die Werte schnellstmöglich zu senken, wurde bereits vor 19 Tagen eine Ausgangssperre von 21 Uhr bis 5 Uhr im gesamten Stadtgebiet verhängt. Die gewünschte Wirkung erzielt diese Maßnahme jedoch bislang nicht. Im Gegenteil: Die Inzidenz in Offenbach steigt weiter, was dazu führt, dass die Stadt sogar zu den drei hessischen Gebieten mit den höchsten Werten zählt.

Inzidenz in Offenbach steigt weiter: Ein genauer Grund ist nicht erkennbar

Landesweit sind 611 Neuinfektionen und 7 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gemeldet worden. Die 7-Tage-Inzidenz in Hessen liegt damit bei 162. Seit Beginn der Pandemie haben sich in Hessen 244.208 Menschen mit Covid-19 infiziert, 6.610 sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

Einen Grund für die steigenden Fallzahlen konnte Stadtsprecher Fabian El Cheikh auf Anfrage unserer Redaktion nicht nennen. „Wir befinden uns mitten in der dritten Welle und haben es mit der britischen Virusvariante zu tun, die deutlich aggressiver ist“, erklärt El Cheikh.

Auffällig sei, dass im Falle einer Infektion mit der britischen Variante direkt der ganze Haushalt angesteckt werde. Vor allem vor Kindern mache das Virus nicht halt.

Ausgangssperre in Offenbach: Maßnahmen reichen noch nicht aus

„Die Maßnahmen scheinen aktuell noch nicht auszureichen, um die Zahlen deutlich zu senken“, sagt El Cheikh. Die Vermutung, dass illegale Partys oder Zusammenkünfte Grund für die stetig steigenden Zahlen sein könnten, räumte der Stadtsprecher aus. „Aktuell liegen uns keine Informationen zu derartigen Treffen vor. Sollte es aber zu Meldungen kommen, ist das Ordnungsamt selbstverständlich immer vor Ort.“

Dass es trotzdem zu nicht ordnungsgemäßen Zusammenkünften innerhalb des Stadtgebietes komme, schloss El Cheikh nicht aus. (Luisa Weckesser)

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