Corona-Imfpung

Hoher Andrang an Impfstation in Offenbach: Jetzt ändert die Stadt das Vorgehen

Eine Corona-Impfung zu bekommen ist an den Impfstellen in Offenbach aktuell sehr zeitintensiv. Die Stadt führt jetzt ein neues System ein.
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Eine Corona-Impfung zu bekommen ist an den Impfstellen in Offenbach aktuell sehr zeitintensiv. Die Stadt führt jetzt ein neues System ein.

Der Impfstoff ist knapp, die Nachfrage besonders nach Boosterimpfungen dagegen hoch. Mit Wartemarken will die Stadt Offenbach jetzt das Schlangestehen erleichtern.

Offenbach ‒ Mitten in der vierten Corona-Welle ist die Nachfrage nach Impfungen überall in Deutschland massiv gestiegen. Vor allem die Auffrischungen oder sogenannten Boosterimpfungen werden von vielen Menschen eingefordert.

Dazu trägt einerseits die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) bei, dass sich alle Geimpften ab 18 Jahren möglichst zeitnah die dritte Impfung abholen, sowie andererseits die Sorge vor der neuen Omikron-Variante. Auch in Offenbach ist der Andrang an den Impfstationen ungebrochen groß und immer wieder bilden sich lange Schlangen.

Corona in Offenbach: Lange Impfschlangen sollen mit Wartemarken umgangen werden

Dem will die Stadt nun mit einem neuen System entgegenwirken: Mithilfe von Wartemarken, wie Bürger sie bereits von Behörden wie dem Bürgeramt kennen, sollen die langen Wartezeiten für Impfwillige an der Impfstelle in der Herrnstraße verringert werden. Es werden nach Angaben der Stadt dann so viele Marken vergeben, wie an diesem Tag Corona-Impfstoff vorhanden ist.

In der Warteschlange an der Impfstation werden zusätzlich Hinweisschilder aufgestellt, die wie im Freizeitpark die ungefähre Wartezeit ab diesem Punkt angeben. Mit der eigenen Nummer können Impfwillige dann abschätzen, wie lange es noch dauert bis zur Impfung. Die Zeit kann dann anderweitig genutzt werden, ohne dass die Position in der Warteschlange verloren geht. So müssen die Menschen nicht mehr stundenlang im Freien auf ihre Corona-Impfung warten.

Corona-Impfung in Offenbach: Impfangebot soll erweitert werden

Bürgermeisterin Sabine Groß (Grüne) verspricht außerdem, dass es in nächster Zeit weitere Impfmöglichkeiten in der Stadt geben wird. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Impfangebote deutlich auszuweiten“, erklärt die Politikerin. Die Öffnungszeiten in der Impfstation im Bernardbau sollen demnach verlängert werden und die Station an sieben Tagen in der Woche Tag geöffnet haben. Es soll zudem eine weitere kleine Impfstation zentral in der Innenstadt eingerichtet werden, so Groß. In dieser wird es dann eine Terminvergabe geben und besondere Themenimpftage, beispielsweise für Menschen über 70 Jahren. Genauere Informationen gab die Stadt Offenbach dazu bisher nicht bekannt. (iwe)

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