Am Offenbacher Markplatz

Wegen Corona: „Ich trage eine Maske für Dich“ – Promis werben in Offenbach für Masken

Stadträtin Sabine Groß und RMV-Chef Knut Ringat verteilen Masken an S-Bahn-Kundinnen.
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Davon kann man in diesen Zeiten nie genug haben: Stadträtin Sabine Groß und RMV-Chef Knut Ringat verteilen Masken an S-Bahn-Kundinnen.

Die Stadt Offenbach und der RMV haben am Marktplatz eine Kampagne gestartet, die für das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in S-Bahnen und Bussen wirbt – Mir prominenter Unterstützung.

Offenbach - So populär wie Radio-Moderator Daniel Fischer oder Schriftstellerin Susanne Fröhlich, die als Plakate von den Rollständern neben ihr hängen, ist Sabine Groß sicher nicht. Aber als Stadträtin ist sie in Offenbach sowohl für Gesundheit als auch Mobilität zuständig. Daneben sitzt sie im Aufsichtsrat des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV). So verwundert es nicht, dass die Grünen-Politikerin gemeinsam mit RMV-Geschäftsführer Professor Knut Ringat an der S-Bahn-Station Offenbach-Marktplatz die RMV Kampagne „Ich trage eine Maske für Dich“ startet. Diese ist sozusagen das Zuckerbrot, bevor ab Januar auch von RMV-Kontrolleuren bei Maskenverweigerung die Bußgeld-Peitsche geschwungen werden darf.

Corona in Offebach: Auf Plakaten werben Prominente für‘s Maske tragen

Mehrere hundert Masken für den Mund-Nasen-Schutz werden zum Auftakt der Aktion an die Fahrgäste verteilt. Daneben konnte der RMV Prominente gewinnen, welche die Aktion mit ihrem Konterfei auf Plakaten unterstützen. Dazu gehören neben Fischer und Fröhlich unter anderen die Eintracht-Kicker Kevin Trapp und Bas Dost, der Radio- und TV-Moderator Tobias Kämmerer und der Frankfurter Rapper Moses Pelham.

Es gehe nicht nur darum, selbst eine Maske zu tragen, sondern auch darum, darauf aufmerksam zu machen, dass es wichtig sei, in Bussen und Bahnen mit einem solchen Schutz unterwegs zu sein, erläutert Sabine Groß. Bei den gegenwärtig hohen Corona-Infektionszahlen müsse sich jeder solidarisch zeigen, „Abstand halten, die Hygieneregeln einhalten, eine Alltagsmaske richtig tragen, die Corona-App benutzen – das sind die einfachen und wichtigen Dinge.“ Mit Kontrollen der Maskenpflicht im öffentlichen Raum sowie in Bus und Bahn oder auch mit Verteilaktionen wie der heutigen tue man alles, um die Infektionsketten zu unterbrechen“, so Sabine Groß weiter. Deshalb sei die Aktion des RMV nur zu begrüßen.

Corona: RMV-Maskenkampagne nicht zufällig in Offenbach

RMV-Geschäftsführer Ringat macht deutlich, dass der Start der Kampagne nicht zufällig in Offenbach stattfindet. „Wir alle wollen sicher in Bussen und Bahnen unterwegs sein. Bei einer anhaltenden Sieben-Tage-Inzidenz von über 300 muss man etwas tun“, so Ringat. Umfragen unter Fahrgästen hätten ergeben, dass rund 90 Prozent von ihnen das Masken tragen wichtig fänden.

Seit Mitte August hat der Rhein-Main-Verkehrsverbund nach Angaben seines Geschäftsführers rund 250 000 Euro investiert, damit zusätzliche Mitarbeiter auf die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung in Bussen und Bahnen hinweisen und Masken verteilen können.

Corona in Offenbach: Ab Januar kostet Fahrt ohne Maske 50 Euro

Und es bleibt nicht bei der Ermahnung. Wer immer noch uneinsichtig bleibt, für den kann es in Zukunft teuer werden. Der RMV hat seine Beförderungsbedingungen so angepasst, dass ab 1. Januar das Kontrollpersonal 50 Euro Vertragsstrafe verlangen kann, wenn jemand ohne Maske im öffentlichen Nahverkehr unterwegs ist.

Fahrgäste, die ohne Mund-Nasen-Bedeckung angetroffen wurden, konnten bislang auf Basis des Hausrechts nur von der Weiterfahrt ausgeschlossen werden. Ausschließlich die Ordnungsbehörden, die regelmäßig gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen und dem RMV in Stationen und Fahrzeugen kontrollierten, waren befugt, eine Geldbuße verhängen.(Peter Klein)

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