Covid-19-Pandemie

Silvester in Offenbach: Demonstration gegen Corona-Maßnahmen

Eine Streife aus jeweils zwei Beamten der Stadtpolizei und der Bundespolizei geht in der nächtlichen Innenstadt, um die Einhaltung der erstmals verhängten nächtlichen Ausgangsbeschränkungen aufgrund hoher Corona-Zahlen zu überwachen. Diese gelten von 21.00 Uhr bis 5.00 Uhr. Die Wohnung darf dann nur noch mit triftigem Grund verlassen werden.
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Silvester 2021 in Offenbach: Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen - So war die Silvesternacht (Symbolbild)

In der Silvesternacht wurde in Offenbach gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Die Feuerwehr zieht eine positive Bilanz.

  • Das Coronavirus hat weiterhin starke Auswirkungen auf Offenbach und die Region.
  • Ein Vorfall bei Twitter sorgt für Unmut.
  • Silvester war in Offenbach keine Nacht, wie in den Jahren zuvor.

+++ 08:24 Uhr: Wie die Polizei nun bestätigt, hat es am Silvesterabend (31.12.2020) eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in der Innenstadt von Offenbach gegeben. Rund 50 Personen hatten sich an der Berliner Straße versammelt, um dann gemeinsam durch die Innenstadt zu ziehen. Das Motto der offiziell angemeldeten Veranstaltung war „Schnelle Beendigung der Corona-Maßnahmen“. Die Stadt hatte die Demonstration unter Auflagen genehmigt. Welche Auflagen die Teilnehmer befolgen mussten und ob diese dann auch eingehalten wurden, konnte die Polizei auf Nachfrage am Neujahrsmorgen (01.01.2021) nicht beantworten.

Die Demonstranten zogen zwischen 18 Uhr und 20.45 Uhr zwei Runden von der Berliner Straße über Marktplatz, Waldstraße, Bismarkstraße und Kaiserstraße. Es soll weitestgehend friedlich geblieben sein. Warum die Stadt Offenbach eine Veranstaltung dieser Art trotz strenger Corona-Beschränkungen genehmigt hatte, konnte die Polizei auf Anfrage nicht beantworten und verwies auf die Stadtverwaltung. In den Sozialen Medien sorgte die Veranstaltung für Unmut.

Silvester in Offenbach: Feuerwehr zieht erste positives Bilanz

Update vom Freitag, 01.01.2021, 06:41 Uhr: Die Silvesternacht in Offenbach verlief laut Polizei ruhig. Auf Twitter äußerte sich die Feuerwehr äußert zufrieden. „Die Offenbacher Bürgerinnen und Bürger haben sich vorbildlich an die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen gehalten, auch das Zünden von Pyrotechnik war nur sehr vereinzelt zu hören.“ Die Einsatzkräfte dankten im Messenger-Dienst für das kooperative Verhalten der Bürger.

Auf Twitter berichtet eine Nutzerin allerdings, dass es am Silvesterabend (31.01.2021) am Marktplatz in Offenbach zu einer kleineren Demonstration von Corona-Kritikern gekommen sei. Die Teilnehmer sollen „Wir lassen uns das Silvester feiern nicht verbieten“ gerufen haben. Laut Zeugin soll auch die Polizei anwesend gewesen sein. Dies konnte die Polizei noch nicht bestätigen. Bereits in den Tagen vor Silvester wurden in den Sozialen Medien Kritik an der Strategie der Polizei in Offenbach laut. In anderen Städten seien Demos und Kundgebungen von den sogenannten Querdenkern verboten, nur in Offenach nicht.

Update vom Montag, 28.12.2020, 14.09 Uhr: Die Weihnachtsfeiertage im Corona-Jahr 2020 sind vorbei, doch die Regeln im harten Lockdown werden fortgeführt - auch über Silvester und Neujahr. In der Region um Offenbach, Hanau und Darmstadt gelten teilweise unterschiedliche Regeln. Ein Überblick.

Kontaktbeschränkungen: Anders als über die Weihnachtsfeiertage gibt es an Silvester und Neujahr keine Ausnahmen für die Corona-Regeln bei der Kontaktbeschränkungen: Es dürfen sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten gemeinsam in der Öffentlichkeit aufhalten. Dazugehörige Kinder bis einschließlich 14 Jahre werden nicht mitgezählt.

Alkohol: Der Konsum von Alkohol ist im öffentlichen Raum grundsätzlich untersagt.

Corona-Regeln an Silvester: Feuerwerk auch im Kreis Offenbach verboten

Feuerwerk: Um die ohnehin mit Corona-Fällen gut ausgelasteten Krankenhäuser zu entlasten, wurde der Verkauf von Feuerwerk vor Silvester bundesweit verboten - diese Regel gilt damit auch in der Region um Offenbach, Hanau und Darmstadt. Die Stadt Offenbach hat außerdem das Zünden von Feuerwerk in einigen, üblicherweise stark frequentierten Teilen der Stadt verboten. Zu diesen Gebieten zählen die Bereiche, in denen auch die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes gilt – etwa Hafenplatz und Hafentreppe sowie Innenstadt. Die Feuerwehr in Offenbach warnt davor, Feuerwerk auf dem heimischen Balkon abzubrennen. Der Kreis Offenbach hat kurzerhand das Abbrennen von Feuerwerk im gesamten Kreis verboten. Zunächst galt das Verbot auch für Privatgrundstücke, das Verwaltungsgericht Darmstadt erklärte das jedoch als rechtswidrig.

Im Kreis Darmstadt-Dieburg gilt an Silvester und Neujahr ein Feuerwerksverbot im öffentlichen Raum, die Stadt Darmstadt hat es im gesamten Stadtgebiet untersagt, Böller und Co. zu zünden. „Ein Böllerverbot lediglich auf einzelnen Plätzen könnte dazu führen, dass unvernünftige Menschen in den nicht vom Verbot betroffenen Bereichen dennoch Feuerwerkskörper abbrennen und damit andere gefährden“, begründete Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch die Regeln in einer Pressemitteilung. Auch in Hanau, sowie im gesamten Main-Kinzig-Kreis, ist Feuerwerk wegen Corona untersagt, das gilt auch für private Grundstücke.

Corona: Diese Regeln gelten an Silvester in der Region Offenbach, Hanau, Darmstadt

Ausgangssperren: In Regionen, in denen die 7-Tage-Inzidenz 200 übersteigt, gelten weiterhin nächtliche Ausgangssperren, auch an Silvester. Abgeschwächte Regeln wie an Weihnachten gibt es nicht. Zwischen 21 und 5 Uhr darf man nur noch mit triftigem Grund das Haus oder die Wohnung verlassen. Auch Auswärtige dürfen sich nur aufgrund derselben triftigen Gründe im Stadtgebiet in Offenbach aufhalten und bewegen, betont die Stadt Offenbach an. In folgenden Gebieten in der Region gelten derzeit und über Silvester Ausgangssperren: Main-Kinzig-Kreis, Kreis Offenbach, Stadt Offenbach, Kreis Darmstadt-Dieburg, Kreis Bergstraße und Odenwaldkreis.

In der Stadt Darmstadt gilt keine Ausgangssperre, aber die Maskenpflicht in der Innenstadt wird ausgeweitet und gilt von 0.00 Uhr am 31. Dezember bis 00.00 Uhr am 1. Januar durchgehend und wurde auch für den Georg Büchner Platz und die Mathildenhöhe angeordnet. 

GebietAusgangssperre (aktuell geplant)
Stadt Offenbach12. Dezember bis 10. Januar
Kreis Offenbach12. Dezember bis 10. Januar
Kreis Darmstadt-Dieburg21. Dezember bis 8. Januar
Main-Kinzig-Kreis11. Dezember bis 10. Januar
Odenwaldkreis15. Dezember bis 6. Januar
Kreis Bergstraße21. Dezember bis 18. Januar

Offenbach: Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen - das gilt an den Feiertagen

Erstmeldung vom Sonntag, 20.12.2020, 17.30 Uhr: Offenbach - Das Coronavirus hat die Stadt Offenbach fest im Griff. Es gibt immer mehr Neuinfektionen sowie Todesfälle und die 7-Tage-Inzidenz bewegt sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Viele Menschen in Offenbach fragen sich, welche Corona-Regeln an den Feiertagen und Silvester gelten. Damit die Gefahr einer Infektion gering bleibt und keine Bußgelder gezahlt werden müssen, sollten die Bürger einiges beachten.

Im öffentlichen Raum dürfen sich tagsüber wie sonst auch maximal fünf Personen aus zwei Haushalten gemeinsam aufhalten. Kinder bis 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Der Konsum von Alkohol ist auf Straßen und in Parks wegen der Corona-Pandemie generell verboten. Das berichtet die Stadt Offenbach.

Corona in Offenbach: Ausgangssperren werden an Weihnachten gelockert

Die nächtlichen Ausgangssperren wegen der Corona-Krise, die in Offenbach und allen anderen Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 zwischen 21 und 5 Uhr gelten, beginnen an den Weihnachtsfeiertagen aber später. In der Nacht von Heiligabend auf den ersten Weihnachtstag tritt die Ausgangsbeschränkung um 0 Uhr in Kraft. An den beiden Weihnachtsfeiertagen beginnt sie um 22 Uhr. Während der nächtlichen Ausgangsbeschränkungen darf die eigene Wohnung oder das eigene Haus nur aus triftigen Gründen verlassen werden. Auch Auswärtige dürfen sich nur aus einem besonderen Grund in der Stadt Offenbach aufhalten.

In den privaten Wohnbereich möchte die Landesregierung von Hessen nicht rechtlich eingreifen. Deshalb gilt für private Zusammenkünfte an Weihnachten nur eine Empfehlung: Demnach sollen sich maximal ein Haushalt und vier weitere Personen aus dem engsten Familienkreis treffen. Zu diesem Kreis zählen Ehegatten, Lebenspartner, Verwandte in gerader Linie (Großeltern, Eltern, Kinder, Enkelkinder) sowie Geschwister (Seitenlinie) und deren Haushaltsangehörige, wie die Stadt Offenbach mitteilt.

Corona-Krise in Offenbach: Möglichst wenig Kontakte - auch an Weihnachten

Bei Besuchen an Weihnachten von Verwandten aus dem engsten Familienkreis ist der Rückweg nach Hause auch abends oder nachts erlaubt. Dennoch sollte der Kreis der Kontakte eigenverantwortlich auch an Weihnachten möglichst klein bleiben. Es sei besser, sich immer mit denselben engen Angehörigen zu treffen, erklärt die Stadt Offenbach. Wer das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus noch weiter minimieren möchte, meide bis Weihnachten am besten alle Kontakte außerhalb des eigenen Haushaltes. So ist die Chance auch geringer, dass sich Verwandte anstecken.

Gottesdienste bleiben in Offenbach generell möglich und können auch nachts besucht werden. Es gelten Abstandsregeln und Maskenpflicht. Außerdem müssen die Kontaktdaten der Gottesdienstbesucher erfasst werden. Bei besonders gut besuchten Messen ist laut der Stadt eine Anmeldung erforderlich. Auf das Singen im Gottesdienst sollte unbedingt verzichtet werden, da sich dabei die Coronaviren schnell verbreiten können.

Corona-Pandemie: Keine Ausnahmen für Silvester in Offenbach

Keine Änderungen gibt es an Silvester in Offenbach. Zum Jahreswechsel bleibt es bei der regulären Ausgangsbeschränkung zwischen 21 und 5 Uhr. Der Verkauf von Feuerwerk ist bundesweit verboten, wie die Stadt berichtet. (tob)

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