„War das ne‘ Kostprobe oder ne‘ Kotprobe?“

„Supertalent“: Offenbacher blamiert sich vor Dieter Bohlen

+
Dieter Bohlen fand keine netten Worte für den Offenbacher Andreas Bohn (links): „War das ‘ne Kostprobe oder ‘ne Kotprobe?“

Offenbach - Was wären die Auswahl-Shows der Privatsender ohne Offenbacher? Fader. Denn bisweilen sind Bewohner unserer Stadt das Maggi in der Casting-Suppe. Angemerkt von Thomas Kirstein

Offenbach entsendet durchaus echtes Charisma mit Stimme – die junge Viviana Grisafi, die’s vermutlich schon in jedem Format versucht hat, kann wirklich was. Meist jedoch wird Offenbach nur registriert, wenn jene, die sich da produzieren, das der Stadt gern angehängte Asi-Image idealtypisch verkörpern. Von Mark Medlock beispielsweise bleiben nicht geschmeidige Schmusetöne in Erinnerung, sondern deftige Ausrutscher in den Lohwald-Slang.

Zitat von Dieter Bohlen über den Auftritt von Andreas Bohn: „War das ‘ne Kostprobe oder ‘ne Kotprobe?“

Aber sie haben durchaus das Zeug zum Internet-Kult, die Buben und Mädchen, die vor die Jurys und auf die Zuschauer los gelassen werden. Nehmen wir aktuell Andy Bohn, der sich schon 2013 dem Bohlen-Tribunal stellte. Der 36-Jährige Mann ist Filmschaffender im Offenen Kanal, Schlager- und Fassenachts-Impresario, selbsternannter „Kultreporter“, Losverkäufer, Pizzaausfahrer. Also auf gewissem Niveau schlicht ein Multitalent; frei von der verkrampfenden Bürde künstlerischer Gaben scheint er prädestiniert für „Das Supertalent“. Jetzt durfte er sich wieder vorführen, als „de Kuldreboddä aus Hesse“, der Reporter im bezahlten Fernsehen werden möchte.

Der Auftritt von Andreas Bohn im Video

Wir sind gestern auf die Konserve im Internet aufmerksam gemacht worden. Es war ein Erlebnis: Da kann einer nicht nur nichts Außergewöhnliches, sondern gar nix; „anmoderieren“ möchte er, darf’s und vergeigt’s, indem er von drei Juroren nur die Männer namentlich begrüßen kann; hinter der Bühne gerät ihm Frau-für Bauer-Sucherin Inka Bause dann zur „Ingga Brause“. Fremdschämen über eine selbstironiefreie Peinlichkeit und sich wieder mal ums televisionäre Offenbach-Bild sorgen? Ach, man kann’s auch einfach grandios finden: Für den Mut zu einem derart absolut talentfreien Auftritt beim „Supertalent“ muss dich deine Heimatstadt erstmal stählen.

Michelle Hunziker stürzt beim "Supertalent"

Deutlich besser machte es Ende September die Offenbacherin Cansu. Die erst 15-jähriger Sängerin zog in die zweite Runde der TV-Castingsendung ein.

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion