„Standort Offenbach wird gestärkt“

Dematic an Investoren verkauft

Offenbach/Luxemburg - Die Dematic GmbH mit der Deutschland-Zentrale in Offenbach wird verkauft. Von Achim Lederle

Wie Geschäftsführer Adrian Siegler gestern unserer Zeitung bestätigte, veräußere der Finanzinvestor Triton den Logistikanbieter an den US-Finanzinvestor AEA Investors und Teachers’ Private Capital (TPC), den auf Private Equity spezialisierten Teil des kanadischen Pensionsfonds Ontario Teachers’ Pension Plan.

Siegler betonte, dass es im Zuge der Verkaufs, der zu Jahresbeginn 2013 vollzogen werden soll, keinerlei Einschnitte am Standort Offenbach gibt. „Im Gegenteil: Der Standort wird weiter gestärkt und ausgebaut“, so Siegler. Dies zeige sich in Neuinvestitionen von über einer halbe Million Euro, die in in jüngster Zeit in Offenbach getätigt worden seien. Aktuell arbeiteten am Standort 570 Beschäftigte. „Wir haben zu Beginn unseres neuen Geschäftsjahres am 1. Oktober 38 neue Stellen ausgeschrieben“, sagte Siegler.

Umsatz von rund einer Milliarde Euro

Insgesamt erwirtschafte Dematic mit seinen 4500 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro und zähle namhafte internationale Großkonzerne zu seinen Kunden. Über den Verkaufspreis hätten die beteiligten Parteien Stillschweigen vereinbart.

„Wir sind heute besonders gut in den beiden Wachstumsmärkten Einzelhandel und E-Commerce aufgestellt. AEA und TPC haben die Erfahrung, die Expertise und das Kapital, unsere Wachstumsstrategie in diesen beiden attraktiven Märkten zu unterstützen“, sagte Roar Isaksen, Präsident von Dematic, einer Mitteilung zufolge. Triton hatte Dematic 2006 von Siemens erworben. Dort war Dematic ein unrentables Randgeschäft. Seitdem hat das Unternehmen laut Isaksen das Ergebnis kontinuierlich gesteigert.

„Technologisch und geografisch hervorragend für die Zukunft aufgestellt“

„Dematic wurde zum profitablen Weltmarktführer für Intralogistik ausgebaut und ist heute technologisch und geografisch hervorragend für die Zukunft aufgestellt“, sagte Peder Prahl, Vorsitzender der „General Partner“ des Triton II Fonds. Mit der Unterstützung von Triton habe Dematic erheblich investiert und die Aktivitäten in den USA und Deutschland in den Jahren 2007 und 2008 restrukturiert. Dadurch sei die Finanzkrise im Jahr 2009 erfolgreich gemeistert worden.

„Dies war Grundlage für die heute starke Position als unabhängiger, profitabler Weltmarktführer in dem attraktiven Wachstumsmarkt Intralogistik“, so Dematic. Im Zuge der Neuausrichtung habe Dematic Strukturen vereinfacht, Entscheidungsprozesse verkürzt und Kostenstrukturen sowie die Effizienz systematisch verbessert. Darüber hinaus hat Dematic die Forschungs- und Entwicklungsausgaben deutlich erhöht und den Kundenservice gestärkt, erklärte das Unternehmen weiter.

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