Der Europaplatz verkommt zur Sperrmüllhalde

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Am Europaplatz in der Hugo-Wolf-Straße im Lauterborn versperren illegal abgelagerte Sperrmüllhalden seit Wochen den Bürgersteig. Der wild abgelagerte Müll soll umgehend abgeholt werden, versichert ein Sprecher der ESO.

Offenbach - Die betagte Frau bugsiert, nach vorn gebeugt, ihren Rollator über den eng gewordenen Bürgersteig der Hugo-Wolf-Straße. Vorbei an einer fleckigen, durchnässten Matratze, an kaputten Nachtschränkchen, einem ausrangierten Sessel aus Lederimitat, dem Kühlschrank ohne Tür, kaputtem Plastikspielzeug, ausrangierten Lautsprecherboxen und noch mehr illegal entsorgtem Gerümpel. Von Thomas Meier

Vor einer dicken, verklebten Plastikabdeckung, die das Trottoir komplett versperrt, muss sie allerdings kapitulieren. Langsam lenkt die Gehbehinderte ihre rollende Stütze zur Fahrbahn hin, tastet sich vorsichtig über den hohen Bordstein, um den riesigen Sperrmüllhaufen am Europaplatz passieren zu können. Sie hat Glück: Es kommt gerade kein Auto. Drei Meter weiter hievt sie beschwerlich ihr Gefährt wieder auf den sicheren Bürgersteig zurück.

Nähere Informationen zu Sperrmüllabfällen stehen im Abfallkalender oder auf der Homepage der ESO 

Seit mindestens drei Wochen besteht diese Deponie“, schrieb ein erzürnter Lauterborner in einem Brief an die Redaktion unserer Zeitung, versehen mit Bildern der illegalen Sperrmüllhalde. Und es ist nicht die einzige in diesem Straßenzug. Nur 50 Meter entfernt tritt eine weitere Ansammlung weggeworfenen Wohlstandsmülls zutage. Und in Sichtweite ragen aus dem Buschwerk an den Häuserschluchten des Ortsteiles ebenfalls weggeworfene Teile von ausrangierten Möbeln und anderer Unrat. Unter dem Müll lugen immer wieder auch Bau- und Renovierungsabfälle, Kleinteile, Säcke und Kartonagen sowie Hausabfälle hervor. Dinge also, die beim Sperrmüll absolut nichts zu suchen haben.

Wer sperrige Abfälle abholen lassen will, kann dies bei der ESO Sperrmüllabfuhr beauftragen. Die Terminvereinbarung erfolgt telefonisch unter 069 / 8065 4545 oder im Bürgerbüro am Serviceschalter der ESO GmbH.

Die Offenbacher Dienstleistungsgesellschaft ESO ist mit ihren Leistungen täglich in der Stadt präsent. Unsere etwa 330 Mitarbeiter melden uns solche wilden Sperrmüllansammlungen, doch wir können auch nicht ständig überall präsent sein“, sagt ESO-Pressesprecher Oliver Gaksch. Er sandte gestern gleich einen Trupp aus, der bestätigte: „Dies ist eine unangemeldete, wilde Sperrmüllhalde.“

Klassisch illegal“, sagt Gaksch, der dafür Sorge trägt, dass der Schandfleck umgehend beseitigt wird. Unter Sperrmüll fallen die Abfälle, die aufgrund ihrer Sperrigkeit, ihrer Abmessung oder ihres Gewichtes nicht in den bereitgestellten Abfallbehälter entsorgt werden können. Die Sperrmüllabfuhr in Offenbach ist pro Haushalt zweimal im Jahr kostenlos.

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