Detektive wieder erfolgreich

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Warum teuer, wenn’s auch kostenlos geht? Diesen Müll hinterließ ein Anwohner auf der Bismarckstraße. Eine Abholung hätte nichts gekostet, jetzt zahlt er 1500 Euro.

Offenbach - Bequemlichkeit dürfte das Konto eines Offenbachers spürbar belasten. Der Anwohner der Bismarckstraße hinterließ bei seinem Umzug illegalerweise einen Berg aus Sperrmüll, anstatt einen kostenlosen Abholtermin zu vereinbaren.

Für das Ordnungsamt der Stadt ist der Vorfall Grund genug, noch einmal auf die Pflichten im Zusammenhang mit der Abholung von Sperrmüll hinzuweisen. Wie der zuständige Sachgebietsleiter Christian Broos mitteilte, war der Anwohner dabei, von der Bismarckstraße in die Hospitalstraße umzuziehen. Statt aber mit dem Eigenbetrieb der Stadt Offenbach (ESO) einen kostenlosen Abholtermin zu vereinbaren, hinterließ er auf dem Gehweg vor seiner ehemaligen Wohnung einen Müllberg mit einem Volumen von rund vier Kubikmetern. Kühlschränke, Fernseher, Matratze, Schränke, Sessel und weiterer Restmüll wurden auf der Straße entsorgt.

Dank des Hinweises einer aufmerksamen Anwohnerin konnte der Müllsünder jedoch schnell ausfindig gemacht werden. „Der Täter muss nun ein Bußgeld wegen des Verstoßes gegen das Kreislaufwirtschaftsgesetz in Höhe von 1 578,50 Euro zahlen“, teilte Broos mit und merkte an: „In Offenbach kostet die illegale Müllbeseitigung richtig Geld.“

Ordnungsdezernent Felix Schwenke verteidigt dieses harte Vorgehen: „Im Interesse unseres Stadtbildes und auch im Interesse der vielen Anwohner, die ihren Abfall ordnungsgemäß entsorgen, muss das Ordnungsamt konsequent gegen Müllsünder vorgehen.“ Der jüngste Fall zeige, wie wichtig die Mithilfe aufmerksamer Bürger für eine erfolgreiche Ermittlungsarbeit der Mülldetektive vor Ort sei. „Solange die Spuren noch heiß genug sind, bestehen gute Chancen, die Verantwortlichen zu erwischen!“ Aus diesem Grund sei das Ordnungsamt weiterhin für jeden Hinweis dankbar: „Bei wem die Einsicht fehlt, dass Dreck nicht auf die Straße gehört, der muss es im Geldbeutel spüren“, so Schwenke. Und einige bekamen es im vergangenen Jahr zu spüren. Immerhin 66 Verwarnungen und Bußgeldverfahren leitete das Ordnungsamt wegen illegalen Müllablagerungen ein. Verhängt wurden „Müllknöllchen“ in Höhe von 45 418 Euro.

Wer einen kostenlosen Abholtermin für Sperrmüll vereinbaren möchte, wählt die ESO-Hotline: 069/80654545

Wer etwas beobachtet, meldet sich bei der Müllhotline des Ordnungsamtes (069/8065-4747; montags bis samstags von 6.30 bis 0 Uhr). Darüber hinaus kann rund um die Uhr der Mängelmelder auf der Startseite der städtischen Internetpräsenz genutzt werden, um illegale Müllkippen zu melden. Über den App-Store kann dieser auch auf dem Smartphone installiert und an Ort und Stelle genutzt werden. Ist dabei GPS aktiviert, lässt sich der Ort für die Mitarbeiter des Ordnungsamtes, insbesondere im Außenbereich, oft leichter finden.

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