Anstieg auch in Hessen und Deutschland

Deutlich mehr Arbeitslose in der Region

Offenbach/Frankfurt/Nürnberg - Im neu strukturierten Bezirk der Agentur für Arbeit Offenbach ist die Arbeitslosigkeit im Januar auf 17 258 Menschen gestiegen, das waren 1 662 Betroffene oder 10,7 Prozent mehr als im Dezember 2012.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat war ein Rückgang um 0,8 Prozent oder 134 Erwerbslose zu verzeichnen, wie die Agentur gestern in Offenbach mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg auf 7,2 Prozent gegenüber 6,5 Prozent im Vormonat und 7,3 Prozent im Januar 2012.

Der Bezirk ist seit dem 1. Januar wegen einer Reform in ganz Deutschland größer geworden und stimmt nun mit den politischen Grenzen von Stadt und Landkreis Offenbach überein. Der Bezirk des Standortes Langen mit den Städten Langen, Dreieich, Egelsbach und Neu-Isenburg ist hinzugekommen. Der Westkreis gehörte früher zum Bezirk der Agentur Frankfurt. Durch die Reform ändern sich die Bezugsgrößen. Es zählen mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und mehr Arbeitslose zum neuen Agenturbezirk. Die aktuellen Zahlen beziehen sich - ebenso wie die Vergleichszahlen des Vormonats und des Vorjahresmonats - auf das Gebiet des neu zugeschnittenen Agenturbezirks.

Im Bezirk der Hauptagentur, die für die Stadt Offenbach zuständig ist, waren im Januar 6926 Menschen arbeitslos, 10,3 Prozent mehr als im Vormonat und 1,6 Prozent mehr als im Januar 2012, wie die Agentur berichtete. Die Quote sei auf 11,3 Prozent gegenüber 10,3 Prozent im Dezember gestiegen. Im neu hinzugekommenen Bezirk des Standorts Langen mit den Städten Langen, Dreieich, Egelsbach und Neu-Isenburg seien im Januar 3832 Männer und Frauen ohne Arbeit gewesen, 407 mehr als im Dezember und 129 weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote habe bei 6 Prozent gegenüber 5,3 Prozent im Vormonat gelegen. Im Bezirk des Standortes Rodgau mit den Städten Rodgau, Dietzenbach, Heusenstamm und Rödermark seien 3815 Arbeitslose registriert worden, 342 mehr als im Vormonat. Daraus habe sich gegenüber Dezember ein Plus von 9,8 Prozent und gegenüber Januar 2012 ein Minus von 3,6 Prozent ergeben. Die Quote sei auf 6 Prozent gegenüber 5,5 Prozent im Dezember gestiegen. Im Bezirk des Standortes Seligenstadt, der Seligenstadt, Hainburg, Mühlheim, Mainhausen und Obertshausen umfasst, war ebenfalls ein Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Mit 2685 Betroffenen seien 265 Menschen oder 11 Prozent mehr Arbeitslose als im Dezember gemeldet gewesen, erläuterte die Agentur. Im Vergleich zum Januar 2012 habe sich einen Anstieg von einem Prozent ergeben. Die Quote sei auf 5,2 Prozent gegenüber 4,7 Prozent im Vormonat gestiegen.

Im Main-Kinzig-Kreis ist die Arbeitslosenzahl um 768 auf 11.161 Menschen gestiegen, ein Plus von 7,4 Prozent, wie die Agentur für Arbeit Hanau berichtete. Die Erwerbslosenzahl sei im Vorjahresvergleich um 0,2 Prozent zurückgegangen. Die Quote sei auf 5,2 Prozent gegenüber 4,9 Prozent im Vormonat gestiegen.

Auch in Hessen hat der Winter die Arbeitslosenzahl im Januar weiter nach oben getrieben. Im Januar waren 191.769 Männer und Frauen ohne Job, das waren zehn Prozent mehr als im Vormonat und 3,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 6,1 Prozent, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur in Frankfurt mitteilte. Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt trübten sich aber weiter ein. „Die Chancen, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, haben sich deutlich verschlechtert“, sagte ein Sprecher.

Schnee und Frost haben die Zahl der Arbeitslosen im Januar in Deutschland über die Marke von drei Millionen getrieben. 3.138.000 Menschen waren auf Jobsuche, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Das waren 298.000 mehr als im Dezember und 54.000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,7 auf 7,4 Prozent.

ku/dpa

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