Deutsche Bank: Digitalisierung immer wichtiger

Offenbach - Die Deutsche Bank setzt auch in Offenbach verstärkt auf Digitalisierung, gleichzeitig betont sie den hohen Stellenwert der Filialen. Von Marc Kuhn

„Bislang wurde die Deutsche-Bank-App ,Meine Bank* mehr als eine Million Mal heruntergelanden“, sagte Janine Hirsch, neue Filialleiterin des Instituts in Offenbach. Auch das Angebot im Internet werde stark ausgebaut, ergänzte Thomas Jünemann, zuständig für Firmenkunden in Stadt und Kreis. „Der Beratungsbedarf ist trotz der Digitalisierung gestiegen.“

„Vier von fünf unserer Produkte können im Internet abgeschlossen werden, und neun von zehn Transaktionen des einfachen Zahlungsverkehrs erledigen unsere Kunden online oder mobil“, erklärte Hirsch. Das entspreche jährlich einem Volumen bei Überweisungen von etwa 170 Milliarden Euro in Deutschland. „Längst ist das Internet unsere größte Filiale.“ In diesem Jahr würden mehr als 70 digitale Services eingeführt, „darunter eine ganze Reihe von Leistungen, mit denen wir am Markt eine Alleinstellung haben“. Dennoch seien Filialen wichtig, berichtete Hirsch. Wenn es um die Altersvorsorge oder den Kauf einer Immobilie gehe, würden Kunden die Beratung suchen.

Mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr zeigte sich die Filialleiterin zufrieden. Die Deutsche Bank betreut in Stadt und Kreis rund 19.000 Privat- und Firmenkunden. Etwa 100 Geschäftskunden seien 2014 gewonnen worden, so dass das Institut nun 2 445 Unternehmen betreut, wie Jünemann erläuterte. Das Geschäftsvolumen, die Summe aller Einlagen, Investitionen und Kredite der Deutschen Bank in Offenbach ist laut Hirsch um 16,7 Prozent auf etwa 610 Millionen Euro gestiegen. Das Depotvolumen habe um 6,5 Prozent auf 227 Millionen Euro zugelegt. Das Einlagengeschäft betrage in der Stadt rund 233 Millionen Euro - eine Steigerung um 33 Prozent. Das Kreditvolumen betrage 151 Millionen Euro, ein Plus von 11,6 Prozent, sagte Hirsch. Die Kredite für Baufinanzierungen seien um 5,5 Prozent auf 120 Millionen Euro gestiegen.

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Getrieben von den niedrigen Zinsen und dem attraktiven Standort hätten die Immobilienfinanzierungen in der Stadt Offenbach 2014 stark zugelegt, erklärte Jünemann. Und er fügte hinzu: „Eine Immobilienblase sehe ich nicht.“

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