Stadtwerke planen und IGS sammelt

Doch eine strahlende Zukunft?

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Standort in der Nordostecke: Die Animation der IGS vermittelt einen Eindruck davon, wo der erste Mast Platz finden könnte.

Offenbach - Hinter den Kulissen soll’s kräftig krachen. Da wird es ja Zeit, dass den Kickers ein Licht aufgeht. Dafür möchte die IG Stadionbau (IGS) im übertragenen Sinn sorgen. Der Wiederaufbau zumindest eines alten Flutlichtmastes geht langsam voran. Von Martin Kuhn

Explizit wird vor dem Heimspiel des OFC gegen Heidenheim nicht fürs Projekt gesammelt.

Dennoch stellt IGS-Vorstand Volker Goll fest: „Witzigerweise gehen in letzter Zeit wieder mehr Spenden ein. Es tritt ein, was wir vermutet hatten: Wenn der Hype um das neue Stadion sich gelegt hat, merkt man wieder, dass doch was fehlt...“ Immer wieder bringt die rührige, aktive und dabei kritische Gemeinschaft die ausrangierte, im Hafengebiet gelagerte Zwei-Masten-Anlage ins Spiel: The Show Mast go on, Kickers Offenbach – nur echt mit zwei Masten. Steht bald einer der Offenbacher Eiffeltürme?

„Eine Stelle soll die ganze Sache bewerten und verhandeln“

Um die Realisierung voran zu bringen, hat die Stadtwerke-Holding (SOH) einen Projektleiter benannt: „Eine Stelle soll die ganze Sache bewerten und verhandeln“, erläutert Sprecherin Regina Preis. Und das ist Reinhard Hantl, Chef der Stadtwerke-Tochter EEG. Unter seiner Regie sind Boden- und Statik-Gutachten erstellt, um den Mast unweit der Eingänge zu den Stehrängen im Sparda-Bank-Hessen-Stadion überhaupt genehmigungsfähig zu machen. Einstweilen holt die EEG einzelne Angebote ein – für Aushub, Fundament, Stahlbau. Das sollte bis Ende des Jahres erledigt sein; frühester Baubeginn ist im März 2013.

Der Wunsch, dem der Experte in den Verhandlungen zu entsprechen hat: „Es sollte weniger kosten als die einmal avisierten 130 000 Euro pro Mast.“ Eine sportliche Aufgabe. Die Stadtwerke, deren weitere Tochter SBB für den Stadionbetrieb zuständig ist, nimmt außer dieser personellen Unterstützung kein Geld in die Hand. Da spielt wieder die Interessengemeinschaft mit. Bislang hat sie mit der Sparda-Bank mehr als 30.000 Euro gesammelt. Volker Goll: „Wir würden noch mal Kraft in die Aktionen stecken, wenn klarer ist, wie viel Geld letztlich gebraucht wird.“

Aktion „Dein Pfand für die Masten“

Die Aktion „Dein Pfand für die Masten“ wird’s vorerst nicht geben – leider, wie die IGS bekundet und dabei auch an die Vermüllung rund ums Stadion denkt: „Dummerweise wurden die Pfandbecher abgeschafft.“ Ungelöst ist indes eine andere Frage: Wer übernimmt die Instandhaltungskosten eines lokalen Eiffelturms?

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