Dreharbeiten bringen Beeinträchtigungen

Dreieichpark als Kulisse für Fernsehfilm

Offenbach - Einen Offenbach-Tatort gibt es nicht, der Offenbach-Polizeiruf ist TV-Geschichte. Als Kulisse freilich ist die Stadt immer wieder gefragt. Beispielsweise nutzen Auto fahrende Filmfiguren gern die Rumpenheimer Fähre, auch wenn das geografisch Unfug ist.

Ein schönes Eck Offenbach: Leserin Ellen Glaesner war mit der Kamera im Dreieichpark unterwegs.

Nun wird der Dreieichpark zu einem Drehort. Der Hessische Rundfunk zeichnet zwischen dem heutigen 19. April und dem 3. Mai Szenen für den ARD-Mittwochsfilm „Zu Nah“ im Dreieichpark auf. Da die Fernsehcrew mit großem technischem Gerät auffährt, müssen sich Anwohner und Verkehrsteilnehmer zeitweise auf Einschränkungen rund um den Park einstellen. Die Zugangswege zum Park sind heute von 12 bis 23 Uhr und am 6. Mai von 10 bis 20 Uhr vollständig gesperrt. Auch die Parkstraße zwischen Lützowstraße und Frankfurter Straße ist zu den genannten Zeiten immer wieder kurzzeitig für einige wenige Minuten nicht passierbar. Zusätzlich kommt es am 27. und 28. April jeweils zwischen 18 und 24 Uhr minutenweise zu Sperrungen der Straße ab dem Dreieichring 22. Einige Parkplätze fallen vorübergehend auf den Straßen Dreieichring und Helene-Mayer-Straße weg.

Das Ordnungsamt hat den Verantwortlichen des Hessischen Rundfunks aufgegeben, die Bewohner per Flugblatt über die Maßnahmen zu informieren. Die Absperrungen sollen auch verhindern, dass Schaulustige stören. Der Weg zum Park wird sich deshalb kaum lohnen. Für die Aufnahmen wird eine Skaterbahn aufgebaut, am 19. und 28. April werden außerdem die Straßenlaternen die ganze Nacht brennen. Laut Produktionsleitung ist der Dreieichpark ideale Kulisse für die Dreharbeiten. Auf ihn gekommen sei man, nachdem man in Frankfurt vergeblich nach einem solchen Ort gesucht habe. „Darüber hinaus entscheidet sich der HR immer wieder gerne, in Offenbach zu drehen, hier sind Motive, Straßen und Plätze noch nicht so verbraucht und wir bekommen tolle Unterstützung seitens der Stadt“, sagt Aufnahmeleiter Jeremias Rockel.

Leserbilder: Die schönsten Plätze in Offenbach (Teil 2)

Lange Zeit nicht unbedingt erste Wahl bei Produzenten, hat sich Offenbach in der Vergangenheit schon häufiger als Drehort empfohlen: Die Stadt bietet interessante Ecken, klassische bis futuristische Architektur, spannende Wohngebiete und Industrieanlagen, Museen, Schlösser, Natur- und Grünflächen. Neben Tatorten und Polizeirufen wurden TV-Filme wie „Männertreu“, „Böser Wolf“, „Alles Verbrecher-Eiskalte Liebe“ teils in Offenbach gedreht. Oft Filmkulisse war etwa die Tambourbad-Ruine mit ihrem leeren Wasserbecken und dem Sprungturm, bevor 2010 auf dem Gelände die Sportanlage Wiener Ring – der heutige Sana-Sportpark – errichtet wurde.

tk

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