Die volle Drohnung

GBO lässt Dächer aus der Luft prüfen

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Ein „Multikopter“ der Firma Flimmerkasten in Aktion.

Offenbach - Wenn das Wetter mitspielt, schwebt heute und morgen ein kleiner Flugapparat über der Holzmann-Dornbusch-Siedlung und der ihr nahe liegenden städtischen Albert-Schweitzer-Schule.

Der „Multikopter“, eine mit Kamera ausgestattete Drohne, überfliegt das Gebiet im Auftrag der Gemeinnützigen Baugesellschaft Offenbach. Die GBO will mit Hilfe von Videoaufnahmen die Dächer der Liegenschaften auf eventuelle Schäden überprüfen. Bei der Überfliegung, die zugleich Testlauf für eventuelle regelmäßige Einsätze sein soll, stehen vor allem Satteldächer im Fokus, da von ihnen die größte Gefahr hinsichtlich gelockerter und herunterfallender Bauteile ausgehen könnte.

Üblicherweise dürfen solche Dächer für Inspektionen nur von Fachpersonal betreten werden. Diese Aufgabe soll nun der Multikopter übernehmen, indem per Video genau solche Bereiche überprüft werden, die von unten nicht zu erkennen sind. Dazu gehören Dachdeckung, Schornsteine, Dachrinnen und Dachrandabdeckungen. Das bei dem Rundflug aufgenommene Filmmaterial liefert dabei ein exaktes Bild über den Zustand der Dachflächen.

Bei dem Multikopter der Offenbacher Firma Flimmerkasten handelt es sich um eine Art unbemannten Hubschrauber, mit einem Durchmesser von rund 80 Zentimetern, der die Gebäude in geringer Höhe überfliegt und mit Hilfe einer ferngesteuerten Kamera Luftaufnahmen von den Dächern macht. Diese Videoaufnahmen werden im Anschluss von Mitarbeitern der GBO hinsichtlich der Mängel an Ziegeldächern und eventuellen Beschädigungen ausgewertet. Die Firma Flimmerkasten GmbH besitzt sowohl eine Aufstiegsgenehmigung für ihre Drohne von der Stadt Offenbach als auch die Erlaubnis durch die Grundstückseigentümer. Die GBO-Mieter wurden bereits letzte Woche per Anschreiben über die Überfliegung informiert. In der Schule ist niemand – Sommerferien.

Bei dem Rundflug werden ausschließlich die Dachflächen der Gebäude gefilmt. Wohnräume, Außenanlagen sowie Fenster werden im Rahmen der Überfliegung nicht dokumentiert. Sowohl bei dem Rundflug des Multikopters als auch bei der Auswertung des Materials wird sichergestellt, dass Menschen, die unter Umständen auf den Bildern zu sehen sein könnten, nicht erkennbar sind. Die Privatsphäre von Anwohnern und Besuchern bleibt auf jeden Fall gewahrt. Nach dem Testflug prüft die GBO, ob sie die Überfliegung zur jährlichen Inspektion der Dachflächen ihrer Liegenschaften sowie nach Stürmen dauerhaft in Anspruch nehmen wird.

tk

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