1. Startseite
  2. Offenbach

Luftqualität: DUH-Klage liegt Stadt noch nicht vor

Erstellt:

Von: Martin Kuhn

Kommentare

Offenbach - Die Luft in den Städten ist nicht gut. Das verwundert keinen. Um die Luftqualität gerade in Ballungsräumen wie dem Rhein-Main-Gebiet langfristig zu verbessern, gibt es sogenannte Luftreinhaltepläne, die aber eher punktuell für Abhilfe sorgen.

Das ist wahrscheinlich mit ein Grund, dass die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in der vergangenen Woche eine Klage zur Luftreinhaltung gegen elf Städte angekündigt hat - darunter Offenbach (wir berichteten). Der Stadt liegt bisher allerdings keine Klageschrift vor. Gleichwohl arbeitet das Umweltamt bereits seit längerem „ergänzende Maßnahmen“ für den Luftreinhalteplan aus, für den das Umweltministerium des Landes Hessen zuständig ist. Etwas Zeit bleibt dafür noch: Das Ministerium hat Offenbach für die Vorlage der Vorschläge eine Frist bis zum 30. April gesetzt.

„Wir arbeiten an einem Bündel von Maßnahmen, um die Belastungen dauerhaft zu senken, insbesondere im Rahmen des Masterplanes green-city und gemeinsam mit der Stadt Frankfurt “, erklärt Umweltdezernent Paul-Gerhard Weiß. „Wir wollen die Gesundheit unserer Bürger schützen“, ergänzt er.

Einen Beschluss dazu fassten die Stadtverordneten bereits 2010. Es gibt aktuell einen Pilotversuch „Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen“ (konkret ist das die Bieberer Straße in Höhe des Finanzamtes, neben Mainstraße und der Unteren Grenzstraße einer der „Hotspots“), zudem ist Offenbach als „Umweltzone“ eingestuft.

Weitere kleine Stellschrauben, an denen langsam gedreht wird: Die Offenbacher Radwege wurden und werden ausgebaut, der Nahverkehrsplan ist fortgeschrieben, die OVB stehen vor dem Kauf von Elektro-Bussen und die Infrastruktur für E-Mobilstationen wird ständig ausgebaut (derzeit in Tempelsee und Rumpenheim).

„Wir brauchen aber auch dringend Unterstützung von Land und Bund für die zusätzlichen Kosten bei Personal und Material“, sagt der Umweltdezernent mit Blick auf die engen finanziellen Möglichkeiten der Stadt. Wichtige Maßnahmen, die zu einer Reduzierung der Stickstoffdioxidbelastung an einschlägigen Stellen beitragen können, sei die Verkehrsverflüssigung durch digitalisierte Steuerung sowie ein Verbot für LKW-Durchgangsverkehr. „Auch Temporeduzierungen an weiteren Stellen müssen erwogen werden“, sagt der zuständige Dezernent. (mk)

Infos auch unter t1p.de/of-luft

Auch interessant

Kommentare