Ebay-Betrüger zu Freiheitsstrafe verurteilt

+

Offenbach - Wenn, dann richtig, hat sich ein 36-jähriger Hartz IV-Empfänger aus Offenbach gedacht, als er im Herbst 2011 beschloss, sich auf der beliebten Internet-Auktionsplattform Ebay mit einer Betrugsmasche zu bereichen.

Entsprechend umfangreich langte er zu, wie die Verhandlung vor dem Amtsgericht unter Vorsitz von Richter Manfred Beck zu Tage förderte. Um die Sache erfolgreich zu gestalten, verkaufte der Betrüger mit deutscher Staatsangehörigkeit zunächst etwa 400 Kleinartikel ordnungsgemäß, so dass er auf die notwendigen gute Bewertungen der Käufer kam.

An einem Tag Anfang Dezember 2011 ging er dann ins Volle und setzte hochwertige Sammlungsstücke, darunter Steiff-Teddybären und Swarowski-Kristallfiguren zum Verkauf ein. Der Haken daran: Die Gegenstände waren nicht in seinem Besitz.

Käufer und Auktionäre überwiesen das Geld

Ungeachtet dessen verließen sich die Ebay-Nutzer auf die Angebote und griffen zu: In nur einer Woche verbuchte der Offenbacher Arbeitslose rund 30.000 Euro auf seinem Konto. Die Käufer und Auktionäre überwiesen das Geld, weil sie auf die guten Bewertung (100 Prozent positiv) vertrauten.

Die Rechnung des Angeklagten ging vor Richter Manfred Beck bedingt auf. So konnte bis zum Schluss nicht der Verbleib von 25 000 Euro geklärt werden. „Der Angeklagte hat sie vermutlich nach Thailand bar verbracht, wo er das Geld entweder für einen kranken Freund und eine notwendige Operation verwandte“, berichtet Beck, der sich auf die unbewiesenen Angaben des Angeklagten verlassen musste. „Vielleicht hat er das Geld aber auch sicher für spätere Zeiten dort angelegt.“ Das sich so erschlichene Geld wird der Offenbacher irgendwann noch gebrauchen können, wenn der Verurteilte nach seiner Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten wieder auf freien Fuß kommt.

fel

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare