Am ehemaligen Stadtkrankenhaus

Bettenhaus ist als Lager für Flüchtlinge ungeeignet

Offenbach - Die Stadt Offenbach sucht fieberhaft nach festen Unterkünften für die vorübergehende Erstaufnahme von Flüchtlingen. Das immer wieder als Möglichkeit genannte Bettenhochhaus des ehemaligen Stadtkrankenhauses kommt indes definitiv nicht in Frage.

Scheidet als feste Flüchtlingsunterkunft aus: das alte Bettenhaus des Stadtkrankenhauses.

Marion Band, Sprecherin des Sana-Klinikums Offenbachs, stellt gegenüber unserer Zeitung klar, dass das dem Abriss geweihte Gebäude nicht nutzbar und auch nicht mehr bewohnbar zu machen wäre: „Es wurde bereits vor einiger Zeit mit dem Entkernen des Gebäudes begonnen, das heißt, große Teile des Heizungs-, Abwasser- und Wasserleitungssytems sowie die Elektroversorgung sind demontiert und somit nicht mehr funktionsfähig. “ Überdies sei das Abwasserleitungssystem beim Umzug in den Neubau bereits dermaßen marode gewesen, dass es fast täglich nach Brüchen geflickt werden musste.

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Wie gestern berichtet ist die Errichtung einer Zeltstadt an der Mühlheimer Straße an Bedenken des Regierungspräsidiums gescheitert; weil dort Kampfmittel aus dem Krieg verborgen sein könnten, wurde das Projekt einer Dependance des Landes-Lagers in Gießen gestoppt. Ohnehin wäre die Unterbringung von 450 Menschen in neun Zelten nur bis November vertretbar gewesen. Die Stadt selbst hat keine Gebäude, ist also auf Angebote privater Eigentümer angewiesen.

tk

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