Eichenprozessionsspinner

Stadt geht Raupen an die Härchen

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Unzählige Raupen des Eichenprozessionsspinners auf einem Eichenstamm.

Offenbach - Noch in dieser Woche beginnt die Stadt Offenbach mit einem Feldzug gegen die ungeliebten Raupen des Eichenprozessionsspinners, die bei Menschen einen unangenehmen Juckreiz auf der Haut verursachen.

Ihre Brennhärchen können starke allergische Reaktionen auslösen, weshalb Mitarbeiter der Stadt die kleinen Tiere in den nächsten 14 Tagen präventiv an Orten des öffentlichen Lebens mit größerem Eichenbestand bekämpfen.

Mit dem für Menschen und Tiere ungefährlichen Spritzmittel Neem Protect besprühen sie dabei insbesondere die Eichen im Umfeld von Kindertagesstätten, Schulen, Altentagesstätten, Sportanlagen und Friedhöfen. Die Raupen ernähren sich von den Blättern der Eichen. Über diese gelangt das ökologische Biozid mit dem Wirkstoff Azadirachtin in den Stoffwechselkreislauf der Tiere. Sie verenden, noch bevor sich ihre gefährlichen Härchen bilden.

Die Stadt betont, dass es sich bei dem verwendeten Spritzmittel nicht um ein Gift handelt. Der Wirkstoff stammt aus dem Samen des Neem-Baumes, werde auch in der ökologischen Landwirtschaft eingesetzt und stelle für Nutztiere wie Honigbienen keine Gefahr dar. Anwohner betroffener Einrichtungen sollten Türen und Fenster während des Besprühens dennoch geschlossen halten und den Aufenthalt draußen vermeiden. Der verwendete Wirkstoff Azadirachtin bewirkt bei den Raupen des Eichenprozessionsspinners einen Fraßstopp und behindert den Häutungsmechanismus. Nach etwa sieben Tagen sterben sie in der Regel ab. Fragen zur Bekämpfung beantwortet Alexander Kratz vom Ordnungsamt der Stadt, Tel.: 069/8065-3166.

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jb

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