Kaiserleipromenade

Parkplätze fallen ersatzlos weg

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Die Neugestaltung des Kaiserleigebiets ist in drei Bebauungspläne aufgeteilt. Bereits teilweise umgesetzt ist B-Plan 609 (Hyundai). Im Aufstellungsverfahren befinden sich derzeit die Fläche für den Rückbau des Kreisels (rechts) sowie B-Plan 610. (Bild vergrößern)

Offenbach - Die Pläne für den Rückbau des Kaiserleikreisels und den Neubau der angrenzenden Straßen basieren auf dem städtebaulichen Entwurf von 1996, der Grundlage für den zwischen Frankfurt und Offenbach geschlossenen Vertrag zur Entwicklung des verbindenden Stadtteils ist.

Ausgeführt werden die Pläne vom Ingenieurbüro Pöyry in Friedberg. Bereits umgestaltet wurde zwischen 2002 und 2005 die Strahlenbergerstraße, die künftig nur noch als Autobahnzubringer dient. Dafür entsteht eine ampelgesteuerte Doppelkreuzung – Kernstück des Kreiselersatzes. Gebaut wurden in jener Zeit auch schon eine Hälfte der Kaiserleipromenade sowie die Erschließungsstraßen Amsterdamer, Budapester und Warschauer Straße.

Künftig wird die Berliner Straße unter der Autobahnbrücke zur bereits teilweise fertiggestellten Kaiserleipromenade weitergeführt, die wiederum bis zur Strahlenbergerstraße verlängert sowie deutlich verbreitert wird. Auf je einem Fahrstreifen pro Richtung wird dort der Verkehr zwischen Frankfurt und Offenbach rollen, teilweise getrennt von einem Mittelstreifen. Geplant sind außerdem eine Busspur, eine Linksabbiegespur und, wie überall im Stadtteil, barrierefreie Geh- und Radwege – an dieser Stelle vom restlichen Verkehr durch einen begrünten Seitenstreifen getrennt. Die südlichen Wege indes befinden sich auf Frankfurter Gemarkung und müssen nach jetzigem Stand von Frankfurt realisiert werden. Die bislang nur geduldeten Parkplätze entlang der Promenade, die vor allem von S-Bahn-Pendlern genutzt werden, entfallen ersatzlos. Park & Ride ist dort nicht vorgesehen. Stadtsprecher Matthias Müller: „Die Gewerbeflächen sind viel zu lukrativ für einen regionalen Großparkplatz.“ Eine Wendeanlage für Busse mitsamt Abstellplätzen entsteht unterhalb des Brückenbauwerks. Sie dient als Ersatz für die jetzige Wendeschleife an der Warschauer Straße.

Unabdingbar ist die Herstellung eines Stauraumkanals für die Entwässerung des Gebiets in der Verlängerung der Berliner Straße. Der ESO ist anfangs involviert, darüber hinaus ist eine EU-weite Ausschreibung vorgesehen, um die Kosten niedrig zu halten. Mittel in Höhe von 1,1 Millionen Euro sind in den Wirtschaftsplan für 2014 eingestellt. Die Genehmigung des Regierungspräsidenten steht noch aus.

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