Einblick in die Unterlagen gefordert 

Mission-Olympic-Skandal: Wer war wann eingebunden?

Offenbach - Die CDU will detaillierte Mission-Olympic-Informationen für die Stadtverordneten: Wer hat wann die bereits getätigten Auszahlungsanordnungen unterschrieben?

Der Magistrat müsse Auskunft darüber geben, welche verantwortlich handelnden Personen wann in die Vorgänge eingebunden waren, verlangt Fraktionschef Peter Freier. Lesen möchte er auch die Stellungnahme des Rechtsamts, die den Magistrat bewegte, den finanziell über sämtliche Ziele und Zulässigkeiten hinausgeschossenen Sportamtsleiter Jürgen Weil nicht nur abzuberufen, sondern auch bei der Staatsanwaltschaft wegen Untreue im Amt anzuzeigen.

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Die Suspendierung war für Freier ein „erwartbarer Schritt“. Das sei kein alltäglicher Vorgang und sicher hart für den Betroffenen, aber die Erkenntnisse aus der Prüfung durch das Revisionsamt seien offensichtlich so eindeutig gewesen, dass der Magistrat sich zum Handeln gezwungen gesehen habe.

Die Einschaltung der Staatsanwaltschaft bietet nach Ansicht der CDU eine Chance auf unabhängige Aufklärung der skandalösen Vorgänge, weil so der gesamte Vorgang einer kompletten Überprüfung unterzogen werde. Dazu zählt für Fraktionschef Freier auch die Rolle der hauptamtlichen Dezernenten. Deren Aussagen in den vergangenen Tagen seien widersprüchlich gewesen. Interessant werde zudem sein, ob das Ermittlungsverfahren Rückschlüsse über eine Finanzierungs- und Kostenplanung zulasse.

Mission Olympic: Sport rund um die Uhr

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„Es widerspricht aller Erfahrung, dass ein erfahrener Verwaltungsbeamter wie der jetzt suspendierte Sportamtsleiter die Veranstaltung Mission Olympic ohne ein fundiertes Kostenmanagement geplant und ohne Rücksprache durchgeführt haben soll“, meint Freier.

tk

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