Wie eine Eintrittskarte in den Designer-Beruf

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HfG-Absolvent Rochus Jakob startet durch - erst vor kurzem mit seinem Diplom und schon jetzt mit einer „Besonderen Anerkennung“ beim „Lucky Strike Junior Designer Award 2009“

Offenbach - (mcr) Rochus Jakob, Absolvent der Offenbacher Hochschule für Gestaltung (HfG), hat beim mit 12 000 Euro dotierten „Lucky Strike Junior Designer Award 2009“ nichts vom Geld, aber eine „Besondere Anerkennung“ abbekommen.

Und die kann in kreativen Kreisen allemal mehr wert sein als schnöder Mammon, weil jegliches dokumentierte Lob seitens der Jury dieses Wettbewerbs als Eintrittskarte in den Designerberuf gilt.

Rochus Jakobs energiesperendes Kühlgefäß. 

Was Rochus Jakob in seinem Studium der Produktgestaltung von Professor Peter Eckert und Diplom-Designer Fabian Nehne mitbekommen hat, ließ er in seine Arbeit „Slow living products - Gestaltung von häuslicher Niedrigverbrauch-Kultur“ einfließen. Der komplizierte Titel störte das Ergebnis allen studentischen Sinnierens über die Frage, wie komfortable und zugleich energiesparende Produkte gestaltet sein können, nicht.

Jakob nahm etwa den nigerianischen Kühltopf zum Vorbild für ein Kühlgefäß, das mit Verdunstungskälte ohne Strom funktioniert. Er stellte die Warmwasserheizung vor, die ihre Wärme im direkten Umfeld des Menschen abgibt und so den Dreh am Thermostat erübrigt. Und er gestaltete den Schaukelstuhl, der durch Wippbewegung die Energie für die integrierte Leselampe erzeugt.

Als überzeugend empfand die Jury des Wettbewerbs für junge Design-Talente Jakobs Meinung, dass die große Aufgabe von Designern sein wird, weniger Verbrauch nicht als Verzicht, sondern als Mehrwert darzustellen.

Ein Schaukelstuhl, der durch Wippbewegung die Energie für die integrierte Leselampe erzeugt.

Eine Maxime, die der Ausgezeichnete mit seinen Nutzwert-Objekten auch bei der jüngsten Diplompräsentation der Offenbacher HfG zur Schau getragen hatte. Nur vier Studenten hatten in dieser Runde ihre Diplome erhalten. Sie hatten ihre Arbeiten am Thema „Weniger, aber besser“ ausgerichtet. Entstanden waren so ein Orientierungssystem für Alzheimerpatienten, Taschen für den Alltagsgebrauch und Holzobjekte.

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