Eine Extraportion Laub

+
Laub vom Weg auf die Gräber gepustet. Auf dem Alten Friedhof hat der ESO den Angehörigen Zusatzarbeit beschert.

Offenbach - Herbstzeit ist Laubzeit. Weshalb in diesen Tagen wieder die Mitarbeiter des ESO, bewaffnet mit Blasgeräten, ausrücken, um das, was vom Baum gefallen ist, zusammenzupusten, auf ihre Lkw zu packen und zu entsorgen. Von Matthias Dahmer

Soweit die Theorie. In der Praxis läuft das manchmal anders. Auf dem Alten Friedhof etwa. Eine OP-Leserin, die dort ein Grab pflegt, hat die Erfahrung gemacht, dass die ESO-Entsorgungskette auf dem Gottesacker irgendwie unterbrochen sein muss. Denn das Laub wird von den Gehwegen direkt auf die Gräber geblasen, wie sie auch im Bild festgehalten hat.

Fast alle Friedhofsbesucher sind ältere Menschen. Denen genügt es, wenn sie wöchentlich das von den Bäumen direkt auf die Gräber gefallene Laub beseitigen müssen“, sagt unsere Leserin. Wobei sie davon ausgeht, dass die ESO-Mitarbeiter eher aus Unachtsamkeit denn aus Bequemlichkeit den Angehörigen die ärgerliche Zusatzarbeit aufgehalst haben.

Doch es soll an dieser Stelle auch nicht verschwiegen werden, dass die ESO-Leute ihren Job meistens korrekt erledigen: Das Laub von etwa 24 000 Bäumen im Stadtgebiet gilt es wegzuräumen. Insgesamt reinigt der ESO 130 der 220 Kilometer des städtischen Straßennetzes. Um dem herbstlichen Mehraufwand gerecht zu werden, setzt er außer auf Kehrmaschinen und Besen auf spezielle Blasgeräte. „Die wegen ihrer Lautstärke oft kritisierten, tragbaren Geräte sind gerade zur Herbstzeit ein unverzichtbares Hilfsmittel“, wirbt ESO-Sprecher Oliver Gaksch um Verständnis.

Wer sein Laub selbst entsorgen muss, kann es zum Wertstoffhof in der Daimlerstraße bringen. Die Anlieferung bis zu einem Kubikmeter wöchentlich ist kostenlos. Weitere Infos: Tel. 8065-45 45.

Kommentare