Eine Frau für den großen Überblick

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In Duisburg geboren, fühlt sich Daniela Ebel in Offenbach wohl.

Offenbach - Monatelang war alles nur Plan, bedrucktes Papier, weitgehend ein Fall für die Phantasie; jetzt finden am Aliceplatz die ersten Übergaben statt; ein KOMM-Mieter nach dem anderen erblickt zum ersten Mal ganz konkret die Fläche, auf der er sich einrichten kann. Von Thomas Kirstein

Die freuen sich so richtig, jetzt endlich loslegen zu können - viele machen so etwas ja nicht jeden Tag“, beobachtet Daniela Ebel, die stets dabei und mindestens ebenso begeistert ist: „Ich freue mich, dass ich eine so spannende Phase mitmachen darf, man sieht jeden Tag Fortschritte!“

Die 31-Jährige ist die Center-Managerin des Einkaufszentrums, das am 24. September dort eröffnen wird, wo bis 1998 die Offenbach-Post daheim war. Zu 90 Prozent ist das KOMM bereits vermietet. Daniela Ebel wird mit ihren beiden Assistentinnen Anna Paska und Judith Kühefuß das Zusammenwirken von rund 50 Geschäften und Lokalen mit 16 000 Quadratmetern Verkaufs- und Bewirtungsfläche koordinieren.

Wir müssen den großen Überblick haben, müssen dafür sorgen, dass die Kunden zufrieden sind und sich gern bei uns aufhalten und müssen die Interessen von allen Mietern unter einen Hut bringen“, sagt Daniela Ebel. Die Herausforderung, dass dabei auch mal ausdauernd Höhen und Tiefen zu bewältigen sein werden, dürfte der sportlichen Blondine nichts ausmachen: Sie und ihr Lebenspartner sind passionierte Mountainbiker.

Die KOMM-Leiterin steht in den Diensten der Hamburger Firma SEC Center Management, die von der Hochtief Projektentwicklung mit der Betreuung des Einkaufstempels betraut wurde. Gelernt hat Daniela Ebel Hotelfachfrau, später holte sie sich als Assistentin im Management der großen Oberhausener Einkaufs- und Freizeitanlage „CentrO“ das Rüstzeug für die jetzige Aufgabe. Berufsbegleitend studierte sie Betriebswirtschaft, hängte ein Zusatzstudium zur Immobilienökonomin an. Den geplanten Fortbildungsschritt zur Diplom-Immobilienwirtin stellt sie erst einmal zurück: „Die Chance in Offenbach konnte ich mir doch nicht entgehen lassen.“

Seit 1. Juli wirkt sie am Aliceplatz - derzeit vorbereitend: Es geht etwa ums Entsorgungskonzept, ums Mobiliar für die Mall, um die Ausstattung der Toiletten oder den komplizierten Schließplan. „Wir haben fast 500 Türen im Center, für die festgelegt werden muss, wer welchen Schlüssel kriegt - da waren schon einige Sitzungen nötig“, erzählt sie.

Ende Juni zog die gebürtige Duisburgerin nach Offenbach. Sie hat eine Wohnung im Westend gefunden und fühlt sich wohl. Positiv überrascht ist sie, obwohl „Rhein-Main eigentlich nicht so meine Region war“. Wie wohl nie zu vermeiden, wurde sie vor Offenbach gewarnt. „Aber den versprochenen Schock habe ich auch nicht ansatzweise bekommen“, betont Daniela Ebel. Und das liege nicht allein daran, dass sie aus dem Ruhrgebiet einiges gewohnt sei. Nach und nach entdeckt sie immer mehr schöne Ecken und eine vielfältige Gastronomie, sie genießt es, vieles wie die Arbeitsstätte zu Fuß oder mit dem Rad erreichen zu können. Die Neu-Offenbacherin ist zufrieden: „Man hat hier alles, was man zum Leben braucht.“

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