Eine „neue Perle“ der Innenstadt Offenbachs

Offenbach - (vs) Von einer „neuen Perle der Innenstadt“ sprach Niederlassungsleiter Markus Brod (Hochtief Projektentwicklung) bei der Eröffnung des KOMM-Einkaufszentrums. Die Resonanz erfülle ihn schon heute mit Stolz und der „Sicherheit, dass das KOMM von den Offenbachern sehr gut angenommen wird“.

Auch Oberbürgermeister Horst Schneider zeigte sich äußerst zufrieden mit der „atemberaubend schnellen Zeit“, in der das Projekt realisiert wurde, und mit dem fertigen Ergebnis: „Die Innenstadt ist zusammengewachsen. Architektonisch ergeben die alten und neuen Fassaden ein wunderbares Bild.“

Einen deutlichen Qualitätssprung im Angebot habe Offenbach durch das neue Einkaufszentrum erhalten, so der Verwaltungschef. Er betonte, dass hiermit erstmals Markennamen wie „Tegut“, „Jack Wolfskin“ oder „Starbucks“ in der Stadt zu lesen seien. „Wir haben hier ein modernes und zukunftsfähiges Konzept.“

Der Juwelier Christ ist nach Offenbach zurückgekehrt. Die beliebte schwedische Textilkette H&M hat neue Räumlichkeiten bezogen. Der Buchhändler Thalia ist von der Ecke Marktplatz/Waldstraße an den Aliceplatz gezogen. Durch die qualitativ hochwertigen Angebote soll zahlungsfähige Kundschaft aus der ganzen Region nach Offenbach gelockt werden.

Schneider sieht der Zukunft des neuen Einkaufszentrums positiv entgegen. „Die Arbeitsplätze, die entstanden sind, sollen von Dauer sein“, lautet der Wunsch des Stadtoberhaupts. 500 neue Arbeitsplätze habe das Einkaufszentrum ermöglicht. Auch deswegen bezeichnet Schneider den gestrigen Donnerstag als „wunderbaren Tag für unsere Stadt“.

Zahlen, Daten, Fakten

  • 1998 zieht die Offenbach-Post an die Waldstraße. Nach einer Nutzung durch das Amtsgericht steht das Areal leer.
  • 2007 findet sich in der Hochtief Projektentwicklung (HTP) ein Investor, der das 10 000 Quadratmeter große Gelände von Verleger Dr. Dirk Ippen kauft, um dort ein Einkaufszentrum zu errichten. Oberbürgermeister Horst Schneider überzeugt die Beteiligten, an dieser Stelle eine „große Lösung“ mit Überbauung der Mittelseestraße und Einbeziehung des bestehenden Parkhauses zu wagen.
  • Das von HTP beauftragte Offenbacher Büro ATP N+M Architekten legt unter Federführung von Geschäftsführer Ulf Bambach im Mai 2007 einen ersten Entwurf für ein „Kaufhaus Offenbach Main Mitte“, kurz KOMM, vor. Im August 2007 wird eine geänderte Fassung vorgelegt, in die Kritikpunkte und Anregungen eingearbeitet wurden, etwa die Forderung nach zusätzlichen Eingängen. 70 Millionen Euro steckt Hochtief in das Projekt.
  • Ende August 2007 billigt der Magistrat, im Dezember die Stadtverordnetenversammlung den Entwurf für eine - laut Hochtief - „gelungene Mischung aus Einkauf, Erlebnis und Freizeitangeboten“.
  • Im Januar 2008 beginnt der Abriss der ehemaligen Offenbach-Post, im Frühjahr der Bau. Für die Nachbarschaft ist das der Anfang einer lauten und schmutzigen Zeit.
  • Am 27. August 2008 wird der Grundstein gelegt. Zwischen Aliceplatz/Großer Marktstraße und Geleitsstraße entsteht ein Bau mit einer Bruttogrundfläche von 44 150 m², Mietflächen von 22 000 m² (15 700 m² Einzelhandel, 6000 m² Büro und Dienstleitung). Er hat sieben Geschosse mit vier Personenaufzügen und drei mit sechs Rolltreppen verbundene Einkaufsebenen, auf denen 60 Ladeneinheiten gefüllt werden können. Parkebene im zweiten KOMM-Obergeschoss und bestehendes Parkhaus bieten zusammen 600 Parkplätze.
  • Am 2. April 2009 wird Richtfest gefeiert. Aus dem Rohbau wird sich ein 22 Meter hoher, 100 Meter tiefer und 70 Meter breiter Gebäudekomplex entwickeln, dessen Schauseite zum Aliceplatz hin dank zurückgesetzter gläserner Obergeschosse nicht wuchtig wirkt und sich in die Umgebung einpasst. Die Architekten lassen die Schaufenster zum Teil als kleine Vitrinen aus der Fassade heraustreten oder spannen sie als eine von bronzefarbenen Bändern umrahmte Fläche entlang des Baukörpers.
  • Zur Einweihung am 24. September 2009 sind 93 Prozent vermietet. Größter Mieter ist die Bio-Lebensmittelkette Tegut.

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