Ziel: Deutschlands aktivste Stadt

Eine olympische Mission

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Sie fiebern dem Mission-Olympic-Finale entgegen: Zehnkämpfer Pascal Behrenbruch, Bürgermeister Peter Schneider, Jürgen Weil und Petra Schlachter vom Sportamt, Sportkreisvorsitzender Peter Dinkel, Uwe Kleinert (Projektleiter, Leiter Unternehmensverantwortung und Nachhaltigkeit bei Coca-Cola) und Christian Siegel (Deutscher Olympischer Sportbund, Referent Breitensport).

Offenbach - Ganz Offenbach wird laufen, schwimmen, spielen, skaten, turnen – und noch viel mehr. Denn die Mission ist olympisch, das Ziel nichts Geringeres als die aktivste Stadt Deutschlands zu werden. Und dafür ist am 6. und 7. September jeder Einzelne gefordert. Von Veronika Schade

Dann steht Offenbach im Finale des Wettbewerbs Mission Olympic.  Damit steigt in Offenbach die größte Breitensportveranstaltung in Hessen. Mehr als 200 verschiedene Aktionen, quer über die Stadt verteilt, laden zum Mitmachen und Bewegen ein und zeigen, welche Vielfalt die hiesige Vereinswelt bietet. Ohne Leistungsdruck, dafür mit jeder Menge Spaß. „Das ist der Gedanke, der Mission Olympic zugrundeliegt“, erläutert Projektleiter Uwe Kleinert.

Das Sportamt sucht noch freiwillige Helfer für beide Aktionstage, vor allem zum Zählen. Infos bei Marion Müller, 069/80652724.

Der Wettbewerb wurde 2007 von den Initiatoren Coca-Cola und Deutscher Olympischer Sportbund ins Leben gerufen. Seitdem haben sich 194 Städte beworben, viele von ihnen mehrfach. Mehr als 1,6 Millionen Besucher waren bislang bei den Finalveranstaltungen aktiv, mehr als 9300 private Sportinitiativen haben sich eingebracht. Die Bewerbung in drei Stufen ist unterteilt je nach Größe der Stadt. Offenbach hat es erfolgreich in der Kategorie ab 75 000 Einwohner durch die ersten beiden Stufen geschafft und tritt im Finale gegen das westfälische Bocholt an. Wer am Ende als Sieger dasteht, hängt von den Bürgern ab.

Mission Olympic: Offenbach wird sportlich

Denn jeder, der mitmacht, sammelt Aktivitätspunkte für seine Stadt. Wer an einer Station ein Sportangebot einmal ausprobiert, erhält einen Punkt. Wer bei einem länger dauernden Angebot mitmacht, beispielsweise einem Fußballspiel, erhält pro fünf Minuten Aktivität einen Punkt. Am Ende werden die Punkte addiert. Der Gewinner wird bei einer Galaveranstaltung am 28. November in Berlin bekanntgegeben.

Den Verantwortlichen in Offenbach ist die Vorfreude deutlich anzusehen. Es winken 50 000 Euro Preisgeld und deutschlandweite Werbung für die Stadt. Doch was hauptsächlich zählt, betonen sie, ist die Nachhaltigkeit. „Die Vereine kommen sich dadurch näher“, sagt Sportkreisvorsitzender Peter Dinkel. Er hofft auf Kooperationen, die über die Aktion hinausgehen. Zudem zeigen Erfahrungen aus den Finalstädten, dass der Schwung auch dem Finalwochenende oft weiterlebt, etwa durch steigende Zahlen in Sportvereinen, Bewegungsangebote bei Stadtfesten oder Bewegungstagebücher in Kitas. Viele der eigens für Mission Olympic gegründeten Sportinitiativen bestehen noch.

Mission Olympic - Offenbach ist Finalstadt

Pascal Behrenbruch, Europameister im Zehnkampf und bekennender Offenbacher, schmunzelt: „Beim Training in den Offenbacher Wäldern bin ich immer sehr einsam, vielleicht gibt es ja danach ein paar mehr Leute, die durch den Wald joggen.“ Auch er will beim Finalwochenende fleißig mitmachen.

„Offenbach war und ist eine Sportstadt, und wir werden gewinnen“, ist Dinkel optimistisch. 40 000 bis 50 000 Besucher sollten es sein, gern mehr. Neben den Bewegungsangeboten erwartet sie ein breites Rahmenprogramm (dazu Kasten rechts). Drei Bühnen werden aufgebaut – am Rathaus, auf dem Aliceplatz und an der Berliner Straße. Die „Festmeile“ Berliner Straße zwischen Schloss- und Kaiserstraße wird für den Verkehr gesperrt.

Bürgermeister Peter Schneider und Sportamtsleiter Jürgen Weil sehen Offenbach ebenfalls als Gewinner, auch dank seiner Bevölkerungsvielfalt. „155 Nationen nehmen teil, viele ausländischen Vereine bringen sich mit tollen Aktionen ein“, freut sich Weil. Auch kulinarische Vielfalt wird geboten.

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