Erasmus macht Angebot an die Stadt

Eltern bemängeln zu wenig Kitaplätze

Offenbach - Volle Wartelisten und wenige freie Kitaplätze soll es in den kinderreichen Stadtteilen Bürgel und Rumpenheim geben. Um Parlaments-Vertreter vom Bedarf zu überzeugen, lud der Elternbeirat der Erasmus-Krabbelstube sie zu einer Podiumsdiskussion.

Politische Rechenbeispiele treffen auf besorgte Familien: Die Eltern der Erasmus-Krabbelkinder aus der Rumpenheimer Straße sorgen sich um die gesetzliche Wahlfreiheit bei Kindergartenplätzen in den Stadtteilen. Der Beirat will, wie bereits berichtet, von der Stadt die Erlaubnis bekommen, eine weitere Erasmus-Kindergartengruppe zu eröffnen. So könnten 25 Drei- bis Sechsjährige nach dem mehrsprachigen Konzept des freien Trägers betreut werden. Um den Bedarf zu diskutieren folgten die Grüne Ursula Richter, der Sozialdemokrat Christian Grünewald, der CDU-Mann Michael Weiland sowie Paul-Gerhard Weiß von der FDP und Linda Funk von der Linken der Einladung, genauso wie der Bürgermeister und Jugenddezernent Peter Schneider sowie nahezu 50 Interessierte. Väter und Mütter aus Bürgel, Rumpenheim und Waldheim beklagten das Angebot an wohnortnahen Ganztagsplätzen. Das bekräftigen Leiter der dortigen Kitas.

Der Erasmus-Elternbeirat hatte zwischen dem Platzangebot von Tagesstätten aus den drei Stadtteilen und den vom Jugendamt statistisch ermittelten Zahlen eine Diskrepanz festgestellt: Demnach gebe es deutlich weniger Plätze als berechnet. „Ich bin dafür, unbürokratischer auf solch aktuellen Bedarf einzugehen statt nur theoretisch auf Zahlen“, fordert die Linke Linda Funk. Das mehrsprachige Konzept von Erasmus wird von allen Fraktionen befürwortet. Michael Weiland von der CDU fordert gar: „Die bilinguale Sprachförderung ist kein elitärer Gag, sondern eine Notwendigkeit!“ Der Liberale Paul-Gerhard Weiß betonte, dass eine Kita, die das Erasmus-Konzept weiterführt, nur konsequent sei. „Wir müssen sehen, wie wir diese Lücke füllen können.“Der Erasmus-Geschäftsführer Rolf Schmidt bot der Stadt an, 25 der geplanten 100 Plätze in neuen Lachwiesen-Kita dem freien Träger zu übertragen. Damit spare die Stadt Kosten und die Suche nach Personal. Magdalena Lange vom Elternbeirat forderte Schneider auf: „Wir machen Ihnen ein Geschenk. Nehmen Sie es an!“ (jrd)

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