Ex-Polizeipräsident als Ermittler

„Einmal Polizist - immer Polizist...“

Offenbach (sjm) - Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt, und ganz dumm läuft die Sache für den Täter, wenn dann auch noch zufällig ein Ex-Polizeibeamter vor Ort ist. In diesem Fall war es der ehemalige Offenbacher Polizeipräsident Heinrich Bernhardt.

Was war geschehen? Auf dem Kundenparkplatz eines Baumarktes in der Mühlheimer Straße hatte am Dienstag der Fahrer eines Autos beim Einparken einen anderen Wagen beschädigt. Obwohl ein 66 Jahre alter Kunde, der die Karambolage beobachtet hatte, den Unfallverursacher ansprach, scherte sich dieser nicht um den angerichteten Schaden von mehreren hundert Euro und ging einfach zum Einkaufen. Pech für den 46-Jährigen: Nicht Kommissar Zufall, sondern der ehemalige Behördenchef des Polizeipräsidiums Südosthessen klinkte sich höchstselbst in die Ermittlungen ein.

Bernhardt, der gerade des Weges kam, erfasste in alter Schutzmannsmanier sofort die Situation, nahm die Ermittlungen auf und alarmierte die „Kollegen“ vom 1. Polizeirevier. Noch bevor die Funkwagenbesatzung eintraf, hatte er alle Beteiligten ausfindig gemacht und einen Personalienaustausch veranlasst. Der 67 Jahre alte Pensionär, der vor einigen Jahren im Dienst einen Auftragskiller dingfest gemacht hatte, kommentierte seinen Einsatz bescheiden: „Ihr wisst doch, wie das ist; einmal Polizist - immer Polizist“.

Rubriklistenbild: © Anne Garti/pixelio.de

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