Einmütig fürs Stadion

+
Beim OFC-Familientag am Sonntag (Beginn 14 Uhr) kann jeder erwerben, was Praktikantin Anuschka Ross schon vorab schmückt: Für fünf Euro gibt es auf dem Bieberer Berg das Neubau-T-Shirt - eine Aktion des Kickers-Verwaltungsrats.

Offenbach - (tk) Offenbachs Stadtverordnete haben am späten Donnerstagabend den Weg zu einem Neubau auf dem Bieberer Berg geebnet. Weil es sich um eine Grundstücksangelegenheit mit privaten Geschäftspartnern, den Offenbacher Kickers, handelt, geschah das unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Es darf aber dennoch verraten werden, dass der Segen für die Vorlage des Magistrats ohne vorherige Diskussion einstimmig erteilt wurde.

OberbürgermeisterHorst Schneider (SPD) gab sich gestern sehr glücklich, dass ein lange umstrittenes Thema im Parlament letztlich ein so geräuschloses, die Sache voran bringendes Ende fand.

Damit hat die Stadt ihre Hausaufgaben in Sachen Stadion gemacht. Am bisherigen Standort soll für 25 Millionen Euro - alles inklusive - eine Fußballarena für 18 000 Besucher gebaut werden. Betreiber wird die städtische Sport- und Freizeit GmbH (SFO) sein. Festgeschrieben ist, dass aus den Kassen der Kommune und ihrer Stadtwerke je fünf Millionen Euro fließen werden.

Jetzt sind andere am Zug. Denn das Konzept aus dem Rathaus stellt Bedingungen. Zum einen muss sich das Land Hessen beteiligen. Ohne dass es öffentlich gefordert würde, erwarten die Offenbacher von Wiesbaden schon ein Minimum von zehn Millionen Euro. Sport- und Innenminister Volker Bouffier hat bereits Unterstützung signalisiert; der Staatsminister und Offenbacher CDU-Vorsitzende Stefan Grüttner wird dafür gelobt, dass er sich im Kabinett Koch für das Projekt Bieberer Berg sehr stark gemacht habe.

Der Verein Kickers Offenbach ist nun selbst in der Pflicht, sein Finanzierungskonzept mit tatsächlichen Euro zu füllen. Dazu gehört der Verkauf der Namensrechte, über den der OFC noch mit Interessenten verhandelt.

Wenn dies geregelt ist und sich das Land erklärt hat, können weitere Schritte eingeleitet werden. Die SFO wird umgehend das Projekt ausschreiben - heißt, einen Generalunternehmer suchen, der das Stadion zu einem Festpreis plant und baut.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare