Einsatzkommando nimmt Offenbacher fest

Irrtümlich für einen Auftragsmörder gehalten

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Es bedarf schon einer unerklärlichen Fantasie, um hier eine Ähnlichkeit zu entdecken. Wegen des Phantombilds geriet Uwe Sterzik in die Fänge der Schweizer Polizei.

Offenbach - „Mach ‘ne geile Geschichte draus. Irgendwas mit ‘nem stahlharten Typen oder so “, meint Uwe Sterzik gestern am Telefon. Der erste Schreck ist für ihn vorüber, er gibt sich wieder gewohnt locker. Von Matthias Dahmer

Nun, das mit der Geschichte sollte nicht schwer fallen angesichts dessen, was der im Wasserball international erfolgreiche Offenbacher zu erzählen hat. Sterzik, mittlerweile Cheftrainer der Schweizer Nationalmannschaft, sitzt am Donnerstagmittag in einem vollbesetzten Straßencafé in der Innenstadt von Zürich, genehmigt sich gerade die Tageszeitung und einen Kaffee, als plötzlich drei mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten auftauchen, ihn schnappen, vor versammeltem Publikum an die Wand stellen und durchsuchen.

Nachdem das eidgenössische Einsatzkommando die Peronalien des einstigen Nationalspielers und mehrfachen Olympiateilnehmers aufgenommen und Kontakt mit der deutschen Kripo aufgenommen hat, entspannt und klärt sich die Situation: Der 46-Jährige ist offenbar Opfer einer Verwechslung geworden. Vermutlich ein anderer Gast des Cafés hatte die Polizei verständigt, weil er Uwe Sterzik für den Mann hielt, der am Mittwochabend in der auch in der Schweiz zu empfangenden TV-Sendung „Aktenzeichen XY - ungelöst“ via Phantombild in Zusammenhang mit einem Auftragsmord 2012 in Niedersachsen gesucht wurde.

„Das mit den Geheimratsecken kommt vielleicht hin. Und ich hätte mir wohl besser die Haare nicht so weit nach hinten kämmen sollen“, kommentiert Uwe Sterzik das Phantombild. Das sei aber auch schon alles an Ähnlichkeit. Nicht nur Sterzik ist über die Fantasie des unbekannten Café-Nachbarn verwundert.

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