Einschnitt fürs Ketteler Krankenhaus

Offenbach (psh) - Der Klinikverbund Südhessen ist in wirtschaftlicher Not. Die Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken übernimmt nun die sogenannten Geschäftsbesorgungen.  

Der katholische Klinikverbund Südhessen, zu ihm gehört auch das Ketteler Krankenhaus in Offenbach, ist in wirtschaftlichen Nöten und setzt jetzt auf einen neuen Partner: Gestern hat die Caritas-Trägergesellschaft Saarbrücken (CTS) die sogenannte Geschäftsbesorgung übernommen. Welche Auswirkungen dies auf die Beschäftigen in Offenbach haben wird, ist noch unklar.

Die CTS betreibt im Saarland und in angrenzenden Regionen 26 Einrichtungen im sozialen Bereich. Dazu gehören neben Seniorenhäusern, Kindertagesstätten und Einrichtungen der Jugendhilfe auch Krankenhäuser und Rehakliniken. Das Unternehmen ist Arbeitgeber für 4300 Beschäftigte.

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Die Entwicklung liegt im Trend, denn die katholischen Krankenhäuser setzen auf Fusionen. „Bereits mehr als 70 Prozent der kirchlichen Kliniken sind Teil von Verbünden mit zwei oder mehr Einrichtungen“, sagte der Vorsitzende des Katholischen Krankenhausverbandes Deutschland (KKVD), der Osnabrücker Generalvikar Theo Paul, vor wenigen Tagen in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur. „Regionale Verbundstrukturen werden sich eher noch vergrößern. Nur so haben sie eine Zukunftsperspektive“, wird er weiter zitiert. Mit Blick auf mögliche Kooperationen mit privaten Klinikkonzernen äußerte sich Verbandschef Paul zurückhaltend.

Als Haus der Grund- und Regelversorgung muss das Ketteler Krankenhaus zwar keine umfassende Versorgung vorhalten wie das Offenbacher Klinikum, einem Haus der Maximalversorgung. Zuletzt war der Spardruck aber gewachsen.

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