Fahrradbasar des Lions-Clubs

Wie einst beim Schlussverkauf

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Großer Andrang, prüfende Blicke: Hunderte waren auf Schnäppchenjagd beim Fahrradbasar in den Messehallen.

Offenbach - Der Umzug von der Tiefgarage der IHK in die Messehallen hat, wie kurz berichtet, dem Fahrradbasar des Fördervereins des Lions-Clubs Offenbach Rhein-Main gut getan. Von Harald H. Richter 

Der neue Veranstaltungsort wurde vom Publikum bestens angenommen und lässt für die Zukunft einiges mehr erahnen. Der Ansturm auf die Bikes ist einer Schnäppchenjagd zu besten Sommerschlussverkaufszeiten nicht unähnlich: Kaum sind die rot-weißen Trassierbänder entfernt und die Türen geöffnet, strömen Hunderte Kaufwillige in die Halle, um sich möglichst rasch eines geeigneten Rennrads oder Citybikes zu bemächtigen. Derya Ugurluay kennt den Ablauf der Veranstaltung. „Schon einige Male wurde unserem Sohn das Fahrrad geklaut, also bietet sich eine prima Gelegenheit, günstig an Ersatz zu kommen“, begründet die Offenbacherin, warum sie mit ihrem 14-jährigen Sohn Sinan auch diesmal zum Fahrradbasar gekommen ist.

Übersichtlich geordnet stehen klassische Rennräder, Mountain- und Elektrobikes, Drahtesel für Kinder und etliche Tandems dicht an dicht. Bleiben aber nicht lange feinsäuberlich aufgereiht. Denn schon in der ersten Stunde lichtet es sich zusehends. Wenige Meter entfernt eine ähnliche Szene. Familie Schumann aus Heusenstamm hat den Sonntagsausflug mit dem erstmaligen Besuch der Veranstaltung in der Messe Offenbach verbunden. Sohn Benedikts bisheriges Fahrrad ist mittlerweile zu klein, also braucht der Achtjährige einen größeren fahrbaren Untersatz. Inmitten des regen Betriebs in der Halle versucht er freudestrahlend eine Proberunde auf dem dunkelblau-schwarzen Mountainbike zu drehen, das seine Eltern ausgesucht und für tauglich befunden haben. „Der Preis stimmt, das nehmen wir“, entscheidet der Papa.

Organisatoren sind gefordert

Drei Dutzend Mitglieder des veranstaltenden Fördervereins des Lions-Clubs Offenbach Rhein-Main sind gehörig gefordert. Schon am Vortag gab es allerhand zu organisieren, und seit dem Morgen haben sie Verkaufsaufträge entgegengenommen sowie die Preiskennzeichnung der Fahrräder erledigt. Auch während des Verkaufszeitraums stehen Lions beziehungsweise Mitglieder des Nachwuchsclubs Leo ihren Mann. Kleinere Einstellungen von Sattel und Lenker übernimmt ein eingespieltes Serviceteam. Ist ein Rad veräußert, kann der Verkäufer sich auszahlen lassen. „Zehn Prozent des fePreises behalten wir ein, aber nicht für die eigene Kasse“, erklärt Organisator Dr. Stefan Rinke. „Diesmal wird die Ökumenische Hospizbewegung begünstigt.“ Er ist zuversichtlich, dass wiederum einige tausend Euro zusammenkommen, zumal auch am Verpflegungsbüffet erzielte Einnahmen aus dem Kaffee- und Kuchenverkauf dem gemeinnützigen Zweck zufließen.

In der Halle nebenan stellen sich an diesem Tag mehrere Vereine und Händler den 2000 Besuchern an Ständen und auf Präsentationsflächen vor. So ist der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club vertreten, verteilt kostenloses Kartenmaterial und wirbt für den Umstieg auf das umweltschonende Verkehrsmittel. Bei mehreren Vorführungen stellen sich junge Radballer des RVG Bieber um Jugend-Fachwart Michael Schulz dem Publikum vor. Der Standortwechsel von der IHK-Tiefgarage zu den Messehallen hat der Veranstaltung gut getan.

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Das Publikum jedenfalls ist des Lobes voll. Besucher, Lions-Club und beteiligte Partner sind davon überzeugt, dass der Fahrradbasar auch in den nächsten Jahren seine dominierende Funktion behalten wird. Um ihn herum könnte sich das Ereignis aber zu einem Tag oder gar Wochenende der umweltfreundlichen Mobilität entwickeln, an dem sich noch mehr Aktivitäten entfalten lassen.

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