Einstellung nur bei Mitarbeit in der Feuerwehr?

Offenbach - Dreieich (klg/psh) Drohende Personalnot bei Feuerwehren zwingt zu ungewöhnlichen Maßnahmen: Um die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten, wird städtischen Bediensteten im Kreis Offenbach nahe gelegt, sich bei den Wehren zu engagieren. Die Landesregierung prüft eine „Feuerwehr-Rente“.

Nach Angaben von Kreisbrandinspektor Ralf Ackermann sind bereits einige Kommunen im Kreis Offenbach dazu übergegangen, bei Bewerbungen für Jobs der Stadtverwaltungen auch das Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr besonders zu berücksichtigen.

Auch in Dreieich gibt es nun entsprechende Pläne. Natürlich, das weiß auch Feuerwehrchef Andreas Baumbusch, kann kein städtischer Bediensteter dazu verpflichtet werden, bei der Feuerwehr aktiv zu sein. Gleichwohl schlägt er vor, etwa bei Neueinstellungen den Bewerber mit der Erwartung zu konfrontieren, der Riege der Einsatzkräfte beizutreten: „Warum kann es nicht sein, dass Arbeiter bei der Einstellung automatisch zur Freiwilligen Feuerwehr gehen?“ Ohne neue Wege bei Rekrutierung und Mitgliederwerbung, so Baumbusch, könne das System „ganz schnell einmal ins Wanken geraten“. Das sieht der Dreieicher Magistrat auch so und bevorzugt bei Neueinstellungen bei ansonsten gleicher Qualifikation solche Bewerber, die bei der Feuerwehr Dienst tun.

Im Kreis Offenbach soll noch 2009 eine Werbeaktion starten, um mehr Migranten für die Arbeit in den Feuerwehren zu gewinnen.

Unterdessen prüft die Landesregierung, ob eine zusätzliche Rente für ehrenamtliche Feuerwehrleute angeboten werden kann. Nach Angaben des Innenministeriums in Wiesbaden wird eine Arbeitsgruppe gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband ins Leben gerufen, die einen Lösungsvorschlag erarbeiten soll.

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