Elektro-Augen am Europaplatz

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Sind von der positiven Wirkung der Videoüberwachung am Europaplatz überzeugt (von links): Ordnungsdezernent Paul-Gerhard Weiß, Peter Weigand, Chef des Ordnungsamtes und Wolfgang Bommer von der Polizeidirektion Offenbach.

Offenbach ‐ 13 Mal gingen im vergangenen Jahr die Schaufensterscheiben des Drogeriemarktes in der Geschäftszeile zwischen Richard-Wagner- und Hugo-Wolf-Straße zu Bruch. Papiercontainer wurden angezündet und in diverse Geschäfte wurde eingebrochen. Von Ernst Buchholz

Als dann noch der Lebensmittelmarkt den Standort dort aufgeben wollte, drohte der Abstieg in ein Areal mit zerbrochenen Scheiben, verdreckter Straße und verschreckten älteren Lauterbornern, die sich nicht mehr in das Einkaufszentrum trauten.

Ordnungsdezernent Paul-Gerhard Weiß stellte gestern, begleitet von Peter Weigand, dem Chef des Ordnungsamtes, und Wolfgang Bommer, dem Leiter der Führungsgruppe der Polizeidirektion Offenbach, die jüngste Anschaffung für mehr Sicherheit im Stadtteil Lauterborn der Öffentlichkeit vor. „Wir haben an der Richard-Wagner-Straße und an der Hugo-Wolf Straße je eine Kamera installiert, die mit dem Ordnungsamt und dem Polizeipräsidium verbunden sind“ erläuterte Weiß. „Das gehört zu einem Bündel von Maßnahmen, die der Aufwertung des Stadtteils durch den Neubau des Einkaufszentrums entsprechen.“ Sie erhöhten die Sicherheit und seien als soziale Kontrolle zu verstehen. Denn, so Weiß, es gehe darum, Straftaten zur verhindern. Er ist sich sicher, dass die Überwachungskameras als „sichtbare Präsenz der Stadt“ enorm wirken werden. Diese Beobachtung habe man nämlich an der Hermann-Steinhäuser–Straße im Ostend gemacht. Zu den Kameras kommt als weiterer Baustein für ein besseres Lauterborn das Bürgerbüro hinzu, ähnlich wie im Nordend und am Mathildenplatz.

Eröffnung des Stadtteilbüros Anfang Mai

Wolfgang Bommer vom Polizeipräsidium erläuterte die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Videoüberwachung, die vor allem durch die Sachbeschädigungen erfüllt waren. Peter Weigand wies auf die Schwierigkeiten hin, ein kostengünstiges Modell für den Betrieb der Anlage zu finden. Dieter Jahn, Vorsitzender des Vereins „Besser leben im Lauterborn“, erinnerte an die Anfänge der Bürgerinitiative, die sich eine Verbesserung der Lebensqualität in diesem Teil Lauterborns vorgenommen hatte. „Vor allem für ältere Mitbürger war der Erhalt der Einrichtungen hier wichtig“ betonte er. Winfried Männche, Geschäftsführer der GBO, erinnerte an den enormen finanziellen Aufwand, den Arthur Mähner betrieben habe, um die bauliche Sanierung des Gebäudes zu sichern.

Mit dem vergrößerten Lebensmittelmarkt, der Bäckerei, der Sparkasse, der Apotheke, dem Gemüseladen und dem Drogeriemarkt hat Lauterborn wieder ein Stück Lebensqualität mehr. Die Eröffnung des Stadtteilbüros wird Anfang Mai folgen.

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