Elektromobil fürs neue Viertel

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Gute Zusammenarbeit: Der Kaufmännische SOH-Leiter Dieter Lindauer (vorne links), Projektleiterin Kerstin Seitz (zweite von links), Projektleiter Volker Rittersberger (2. Reihe links) sowie die Klasse 891 der GTS-Fachschule für Technik.

Offenbach - (mcr) Der Wandel der ehemaligen Lohwaldsiedlung vom Problemquartier zum Vorzeigeviertel „An den Eichen“ kommt voran.

Zwar kann die mit der Vermarktung des Gebiets betraute Stadtwerke Offenbach Holding (SOH) auf der seit Monaten mit Straßen und Kanälen erschlossenen Brache noch nicht viele Bauherren in Aktion vorweisen.

Allein: Die Chance, das Areal außer als Lockruf an die ersehnten Neubürger auch als ökologisches Experimentierfeld zu etablieren, wird konsequent genutzt.

Neuer Vorstoß: An den Eichen und zunächst auch bei den Stadtwerken selbst soll für die Erledigung alltäglicher Aufgaben ein Elektro-Fahrzeug zum Einsatz kommen. Mit im Planungsboot sitzen da natürlich Offenbachs Gewerblich-Technische Schulen (GTS). Die haben sich schon beim Shell-Eco-Marathon, einem renommierten Energieeffizienzwettbewerb, mit ihrem Ein-Liter-Auto einen Namen gemacht und nun auf SOH-Bitten recherchiert, welches Elektromobil für das Neubaugebiet in Frage kommt.

Das war eine aufwändige Aufgabe für die Klasse 891 der GTS-Fachschule für Technik. Im Projektmanagement-Unterricht analysierten sie den gesamten internationalen Markt der Elektrofahrzeuge. Der ist schnelllebig und gleicht eher einem dichten und unwegsamen Dschungel. Nicht aus den Augen verlieren durften die Studierenden dabei den aktuellen Forschungs- und Entwicklungsstand, und das immer in Abhängigkeit vom Kosten-Nutzen-Faktor. Auch galt es, das von der SOH vorgegebene Anforderungsprofil zu würdigen. Design durfte zwar eine Rolle spielen, aber dass das Fahrzeug auch als Transporter eingesetzt werden kann, war dann doch elementarer. Und natürlich musste auch die Lieferzeit berücksichtigt werden, weil das Auto noch in diesem Sommer verfügbar sein soll.

Als Resultat präsentierten die Projektgruppen dem Kaufmännischen Leiter der SOH, Dieter Lindauer, nun zwei Fahrzeugkonzepte, die in ihrer Konstruktion unterschiedlicher nicht sein könnten, aber beide in das Anforderungsprofil passen. Die Entscheidung über die Realisierung eines der Vorschläge soll in einigen Wochen fallen.

Die GTS ist gespannt, welches Fahrzeug das Rennen macht. So oder so werde es ein Gewinn für die Umwelt sein und ein erfolgreicher Projektabschluss für die angehenden Techniker der Schule.

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