Elektroschub in Offenbach rückt näher

Offenbach (psh) ‐ Noch in dieser Woche kommt mächtig Bewegung in ein besonders ambitioniertes Verkehrsvorhaben in Offenbach, dessen Bedeutung auch von RMV-Chef Knut Ringat hervorgehoben wird („ein wichtiges Zukunftsthema für uns“).

Hintergrund: Der Ballungsraum Rhein-Main ist Modellregion für Elektromobilität und die regionale Projektleitstelle, die bei der Stadtwerke Offenbach Holding (SOH) angesiedelt ist, koordiniert Projekte, die viele Formen der E-Mobilität auf den Weg bringen sollen: von E-Rollern und Pedelecs (Elektrofahrräder) über Elektro- und Hybridbusse sowie Elektroautos bis hin zur Erprobung von Hybridnutzfahrzeugen. Ende der Woche sollen entscheidende Gespräche zur Umsetzung des Projekts „Servicestation in Offenbachs Zentrum“ und des Vorhabens „Linie 103“, die Beschaffung eines Elektrobusses, geführt werden.

Lesen Sie heute außerdem:

RMV stellt Weiche für elektronisches Fahrkartensystem

Das City-Projekt soll möglichst im März starten. Es sieht das Angebot der Car-Sharing-Nutzung von zwei Elektroautos und 15 Pedelecs (Elektrofahrräder) im Anschluss an die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in Offenbach vor, Buchung und Reservierung online oder vor Ort per Chipkarte, ca. 100 Testkunden. Projektmanagerin Janine Mielzarek zu den Kosten: „Ende 2010 startete der RMV verschiedene Interviews mit so genannten Fokusgruppen, unter anderem mit dem Inhalt der Zahlungsbereitschaft für Elektromobilität in Sharing-Systemen. Die Auswertung dieser Interviews findet derzeit statt, so dass demnächst erarbeitete Preismodelle verfügbar sind.“ Standort ist der „Grüne Hügel“ neben einem großen Spielwarengeschäft; möglichst im Februar sollen die Umbauarbeiten beginnen.

Die Entwicklung des Elektrobusses, der für den Liniendienst zwischen Mühlheim, Offenbach und Frankfurt-Bornheim eingesetzt werden könnte, befindet sich nach Angaben von Mielzarek derzeit im „Schlussspurt“, „zeitlich werden alle erforderlichen Maßnahmen getroffen, den Bus frühestmöglich mit Einzelzulassung auf die Straße zu bringen“. Nach Angaben der SOH-Projektmanagerin wird der Bus („auf dem deutschen Markt kann man so einen noch nicht kaufen“) in Portugal entwickelt, finanziert mit Hilfe eines Forschungsprogramms in dem Land.

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare