Trickdieb hob mit gestohlenen Karten Geld am Automaten ab

Bei elfter Verurteilung keine Bewährung mehr

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Offenbach - Ein 46-jähriger Rumäne, der sich seit 1998 in Deutschland als Kellner und Trickdieb durchgeschlagen hat, ist für neun Monate aus dem Verkehr gezogen. Das Offenbacher Schöffengericht schickte den bereits zehnmal verurteilten Mann hinter Gitter.

Richter Manfred Beck erklärte ihm, dass eine erneute Bewährung nicht in Frage komme. Er nehme sie ja offensichtlich nicht ernst. In dem Fall, der ihm Gefängnis als Schuss vor den Bug einträgt, war der Rumäne allerdings nur Verwerter von Diebesbeute. Im Juni 2013 hatte ihn ein jüngerer Landsmann angesprochen, ob er Bares mit zwei Geldkarten abheben könne, die er einem von ihm angerempelten älteren Mann abgenommen hatte. Das war kein Problem, weil das Opfer auch die Geheimnummern im Portemonnaie vorrätig gehabt hatte. Der Geldautomat spuckte 2000 Euro aus, der Kellner behielt davon 500.

Pech für ihn, dass er beim Abheben gefilmt und sein Konterfei von einem Frankfurter Polizeibeamten erkannt wurde. Vor Gericht gab der Angeklagte alles zu und bot dem Geschädigten 1000 Euro als Schadenersatz an. Diesem, einem griechischen Gastwirt, hatte man allerdings schon 4000 Euro vom Konto geholt, bevor er den Verlust der Karten bemerkte. Mit der größeren Summe will der Rumäne jedoch nichts zu tun haben.

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tk

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