Vor dem Rathaus

Eltern zeigen sich solidarisch mit den streikenden Erziehern

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Offenbach - Etwa 25 Mütter haben sich an diesem windigen Dienstagvormittag gemeinsam mit ihren Kindern vor dem Rathaus eingefunden. Ausgerüstet mit Trillerpfeifen fordern sie ein Einlenken vonseiten der kommunalen Arbeitgeber im Tarifstreit mit den Erziehern.

Denn langsam wird es für die Eltern stressig. Seit mittlerweile vier Wochen müssen sie ihre Kinder zu Hause betreuen. „Mittlerweile leiden die Kinder unter der Situation“, sagt eine Offenbacherin und hält ihre kleine Tochter auf dem Arm. Der größere Bruder tobt um die Mutter herum. Ähnlich geht es Stephanie Aksakal. Die Elternbeiratsvorsitzende der Kita 5 in Offenbach hat alle Hände voll zu tun, ihren vier Jahre alten Sohn zu beschäftigen, und muss gleichzeitig die neun Monate alte Tochter betreuen. „Die Kinder sind einfach nicht ausgelastet“, so Aksakal.

Trotzdem finden es die anwesenden Mütter gut, dass die Erzieher für eine höhere Tarifeingruppierung kämpfen. Kinderbetreuung sei ein anspruchsvoller Beruf und sollte entsprechend bezahlt werden, ist die einhellige Meinung. Auch ein paar streikende Erzieher sind zur Demonstration gekommen. Sie freuen sich über die Solidarität, die ihnen entgegengebracht wird. „Wenn wir jetzt aufgeben, waren die ganzen Strapazen umsonst“, sagt Jana Törkel, die auf der Demo das Streiklokal von Verdi in Offenbach vertritt.

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ror

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