Elternbeirat beklagt verlärmtes Abitur an Albert-Schweitzer-Schule

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Protestplakat an der Albert-Schweitzer-Schule.

Offenbach - Lernen wollen alle Offenbacher Albert-Schweitzer-Schüler. Auf den Wissenszuwachs, dass sich die für die Abiturprüfungen nötige Konzentration unter einem beinahe im Minutentakt an- und abschwellenden Fluglärmteppich kaum aufrecht erhalten ließ, hätten sie aber gerne verzichtet.

Folgerichtig hat der Elternbeirat ein Banner am Altbau befestigt, das den seit Eröffnung der neuen Frankfurter Landebahn noch massiveren Fluglärm als Lernstörung ächtet. Zugleich hat der Beirat den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) aufgefordert, wirklich allen Betroffenen wirkungsvollen Schutz zu verschaffen. „Leider ist es jedoch so, dass, wenn die zusätzlichen Mittel nach dem bisher geltenden Modus nach Lärmschutzzonen verteilt werden, Offenbachs Schulen dabei leer ausgehen werden“, schreibt Elternbeirätin Carina Kiwus.

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Kein Geld für Schallschutzfenster, Klimaanlagen und weitere Maßnahmen – damit werde sich auch der Teil der Elternschaft, der den Flughafenausbau befürwortet, nicht zufriedengeben. Es müsse gelten, was die Fußnote des Banners von Schweitzer zitiert: „Humanität besteht darin, dass niemals ein Mensch einem Zweck geopfert wird.“

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