„Elterntaxi“ hilft Kindern nicht

Offenbach (psh/dpa) - Einen roten Pfeil hat Offenbach in diesem Jahr beim „Städtecheck Verkehrkehrssicherheit Kinder und Jugendliche“ des Verkehrsclubs VCD bekommen. Das heißt: „Achtung! Die Zahl der verunglückten Jugendlichen hat zugenommen."

22 waren es 2009, zwei Jahre später kamen bereits 29 zu Schaden. Der Durchschnitt lag damit bei 7,41 Verunglückten je 1 000 Jugendliche.

Im Mittelfeld landete Offenbach bei den Zahlen zu verunglückten Kinder. Die Rate habe sich im Mittel positiv entwickelt; zugleich wurde aber gewarnt: Die durchschnittliche Verunglücktenzahl je 1000 Kinder ist mit 3,72 weiterhin relativ hoch.

In der Studie wurden 76 Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern untersucht - mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Die Hälfte konnte zwischen 2007 und 2011 die Zahl der verunglückten Kinder überdurchschnittlich senken, bei den Jugendlichen gelang das sogar 43 Städten. In anderen Städten stiegen die Zahlen jedoch. Der Durchschnitt lag bei 3,2 Verunglückten je 1 000 Kinder.

Weiteres Ergebnis der Untersuchung: „Statt die Kinder aus Angst vor Unfällen mit dem Auto zu fahren, macht es Sinn, sich für mehr Verkehrssicherheit in der Kommune zu engagieren“, so VCD-Expertin Anja Hänel. Immer mehr Kinder seien es gar nicht mehr gewohnt, Wege in der Stadt alleine zurückzulegen. „1970 gingen noch 91 Prozent der Erstklässler alleine zu Schule, 2000 waren es nur noch 17 Prozent. Selbst 17-Jährige legen noch fast ein Viertel ihrer Wege in Begleitung der Eltern zurück“, kritisierte Hänel.

Rubriklistenbild: © Paul Georg Meister/pixelio.de

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