Emerango eröffnet Geschäft in Heyne Fabrik

Laden ergänzt den Online-Auftritt

Offenbach - Nachdem sie mit ihrem 2010 gegründeten Unternehmen Repair Management GmbH im vergangenen Jahr den Hessischen Gründerpreis gewonnen haben, legen Andreas Maile und Marc Tecklenburg mit Emerango das nächste Geschäftsmodell nach.

Die Eröffnung eines Emerango-Ladens fand gestern auf dem Gelände des Heyne-Fabrik statt. „Mit der Eröffnung haben wir bereits fünf neue Stellen in unserem Shop in Offenbach geschaffen. Im nächsten halben Jahr kommen fünf weitere hinzu“, zieht Maile jetzt schon eine positive Bilanz.

Repair Management kümmert sich in Zusammenarbeit mit diversen Versicherungen um die Reparatur von beschädigten elektronischen Geräten. Emerango ist ein direkt an den Endverbraucher gerichtetes Geschäftsmodell. Das Angebot geht von der Reparatur beschädigter Smartphones und Tablets, über die direkte Vermittlung von Verkäufern an Käufer bis hin zur umweltfreundlichen Entsorgung von kaputten Handys und Smartphones. Dabei greifen die einzelnen Angebote teilweise ineinander. Es werden zum Beispiel auf Wunsch wertsteigernde Maßnahmen an den Smartphones und Tablets vorgenommen, um für den Kunden einen höheren Verkaufspreis zu erzielen.

Service online und in Shops verfügbar

Das Besondere an der Geschäftsidee ist, dass der Service des Unternehmens sowohl online auf Emerango.de, als auch in hauseigenen Shops angeboten wird. Von diesen Läden existiert vorerst nur eine Niederlassung in der Heyne Fabrik in Offenbach, eine weitere ist in Frankfurt bereits geplant.

Damit scheinen die Gründer einem Trend unter Firmen zu folgen. Der Begriff des Multichannel-Marketings, zu Deutsch Multikanalstrategie, beschreibt den Ansatz von Handel und Dienstleistern, ihre Konsumenten auf unterschiedlichen Kommunikations- und Vertriebskanälen zu erreichen. Das bedeutet am Beispiel von Emerango, dass der Kunde in Zukunft sowohl online sein Smartphone zum Verkauf stellen kann, als auch im Geschäft vor Ort. Außerdem kann der Kunde wegen der engen Zusammenarbeit mit dem Logistikunternehmen UPS ein Gerät, das verkauft werden soll, von zu Hause abholen zu lassen. Ebenso kann er es auch direkt im Shop abgeben.

Ladeneröffnung soll Unternehmen voran bringen

Mit diesem Modell werden Maile und Tecklenburg in Offenbach aber wohl bald nicht mehr allein sein. Am 1. November eröffnet im KOMM-Center ein Geschäft des Internetvertriebs koka-shop.de. „Wer im Internet gut aufgestellt ist, kommt um den stationären Verkauf nicht herum“, sieht Geschäftsführer Tim Kosse die Zukunft seiner Firma im Verkauf direkt am Endkunden. Die Koka Gmbh bezeichnet sich selbst als „Schnäppchenmarkt“ und hat sich mittlerweile auf den Seiten eBay.de und amazon.de mit zirka 7 000 Produkten verschiedenster Art als Internetvertrieb etabliert. Die Eröffnung des „KoKa-Shop.de“-Ladens soll das Unternehmen weiter voranbringen .

Dabei steht auch hier die Multikanalstrategie im Vordergrund. „Einerseits erreicht man im Internet nicht jeden Interessenten, denn Laufkundschaft gibt es im Internet nun mal nicht. Indem die Kunden zu uns in den Laden kommen, werden sie gleichzeitig auf unser Online-Angebot aufmerksam gemacht.“, bestätigt Kosse die Vorteile des Geschäftsmodells. „Andererseits haben Internetkunden nun die Möglichkeit vor allem kleine Artikel wie Glühbirnen nicht mehr nur in Zehnerpackungen zu kaufen, wie im Internet angeboten. Vor Ort stehen auch kleinere Mengen zum Verkauf, zum Beispiel einzelne Glühbirnen.“

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Mit diesen Strategien versuchen immer mehr bisher nur im Netz präsente Unternehmen Schwachpunkte an ihren Konzepten zu beseitigen und ihren Kundenstamm zu erweitern. „Die Menschen wollen neben dem Internetangebot immer noch eine Stelle haben, an die sie sich direkt wenden können, wo sie anrufen oder einfach vorbeischauen können“, beschreibt Iris Vollmann, Sprecherin bei Emerango, den Wunsch ihrer Kunden, Geschäfte auf persönlicher Ebene abwickeln zu können. J pb

Rubriklistenbild: © dpa

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