Wohnbebauung

Ehemaliges Friedel-Gelände: Ende eines Schandflecks

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Das ehemalige Friedel-Gelände an der Ecke Mathildenstraße/Gerberstraße wird derzeit freigeräumt. Im Mai oder Juni beginnt dort der Bau einer Wohnanlage.

Offenbach - Auf dem Gelände des ehemaligen Autohauses Friedel an der Ecke Mathildenstraße/Gerberstraße werden die alten Firmengebäude abgerissen. Im Mai oder Juni ist Baubeginn für eine Wohnanlage, die im Sommer 2014 bezugsfertig sein soll. Von Matthias Dahmer

Die Schoofs Immobilien GmbH mit Sitz in Neu-Isenburg will dort in fünfgeschossiger Bauweise insgesamt 47 Wohnungen in einer Größe zwischen 50 und 145 Quadratmeter errichten. Im Erdgeschoss der Wohnanlage, die sich um eine parkähnliche Grünanlage gruppieren wird, sind dann ein Lebensmittelmarkt, ein Café und ein Bäcker untergebracht. Die Wohnungen befinden sich in der ersten bis vierten Etage, sie sind über Aufzüge mit einer über 100 Stellplätze verfügenden Tiefgarage verbunden. Das Projekt ist nach Angaben des Unternehmens als generationenübergreifendes Wohnen geplant. Zielgruppen sind Familien mit Kindern, die von der Nähe zu Schule und Kindergarten profitieren, sowie Studenten, Senioren oder Menschen mit Behinderung, die es zu schätzen wissen, dass es zur Innenstadt nicht weit ist.

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Gefährlicher Schandfleck

Wie Vikas Kapoor, Projektentwickler bei Schoofs, berichtet, startet die Vermarktung des Bauprojekts in der nächsten Woche. Die Quartiere würden als Miet- und Eigentumswohnungen angeboten, so Kapoor. Mit Baubeginn verschwindet ein jahrelanger Schandfleck am Rand der Innenstadt. Nachdem das Autohaus Friedel, das dort VW und Audi verkaufte, im Jahre 1997 in Konkurs gegangen war, verwahrloste das Gelände zunehmend. Illegal wurden dort dutzende Alt-Autos ebenso abgestellt wie Müll entsorgt. Zeitweilig nutzen Obdachlose die alten, verfallenen Hallen als Übernachtungslager.

Nachdem die Eigentumsverhältnisse lange Zeit unklar waren, die Stadtverwaltung vergeblich die Haftungsfrage zu klären versucht hatte und das Areal vor der Zwangversteigerung stand, erwarb die Neu-Isenburger Immobilienfirma Schoofs das Grundstück.

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