Ende der Fahnenstange

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Die Schuldnerkarte zeigt die Zahlen sogenannter negativer Privatpersonen mit Eintrag im Schuldnerregister.

Offenbach ‐ Insolvenz - irgendwann gibt es für Firmen und Privatleute keine andere Möglichkeit mehr. Wenn die Schulden über den Kopf wachsen und der Realitätssinn die Hoffnung auf bessere Zeiten oder einen Lottogewinn besiegt hat. Von Ralf Enders

Im Amtsgerichtsbezirk Offenbach haben im ersten Quartal dieses Jahres 170 Firmen und 227 Privatleute die Insolvenz beantragt. Bei Firmen und Privatleuten waren es im Vergleichszeitraum des Vorjahres jeweils noch 215. Diese Zahlen gehen aus der jüngsten Schuldner-Statistik von Creditreform hervor, eine Wirtschaftsauskunftei und Inkasso-Dienstleister. Wie der Offenbacher Creditreform-Verein weiter mitteilte, rechnen die Experten damit, dass die Zahl der Firmeninsolvenzen 2010 steigt. Dennoch sei das „Insolvenzgeschehen“ in der Region Offenbach „moderat“, hieß es weiter.

Bei den Privatpersonen beträgt die Zunahme gegenüber 2009 etwa 5,6 Prozent. In absoluten Zahlen waren bis Ende März in der Region - der Bereich auf der Karte - 55 108 Personen überschuldet, davon 20 430 in der Stadt Offenbach. Diese „negativen Privatpersonen“ sind im Schuldnerregister eingetragen. Darunter versteht man: 1. Sie haben eine eidesstattliche Versicherung über ihre Vermögensverhältnisse abgegeben (früher Offenbarungseid). 2. Sie sahen sich Haftanordnungen zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung gegenüber (Vorstufe zur eidesstattlichen Versicherung und 3. Sie haben ein Verbraucher-Insolvenzverfahren für Privatpersonen beantragt.

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