Bis Ende März soll das Haus voll sein

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Nach 100 Tagen Kaufhaus Offenbach Main Mitte (KOMM) wechselt die Besetzung an der Spitze. Daniela Ebel, Spezialistin für die Markteinführung neuer Shopping-Center, überlässt den Chefsessel Tarek Abbady. Der in Suez geborene und in Stuttgart aufgewachsene 43-Jährige leitete schon große Center in Potsdam, Halle, Flensburg und Berlin und freut sich nun auf eine neue Herausforderung in Offenbach. „Die Zufriedenheit der Kunden steht für mich im Zentrum meiner Arbeit“, sagt er.

Offenbach (kap) ‐ Nach den ersten 100 Tagen KOMM zieht die Spitze Bilanz. Wir stellten Markus Brod, dem Leiter der Niederlassung Rhein-Main der Hochtief Projektentwicklung, und dem neuen Centermanager Tarek Abbady Fragen zu Erwartungen, Probleme und Zukunftswünschen.

Hat sich alles so entwickelt wie geplant?

Brod: Das KOMM ist von der Bevölkerung in der Stadt und aus der Region sehr gut angenommen worden und hat sich zu einem echten Magneten entwickelt. Die Innenstadt hat eine deutliche Aufwertung erfahren. Und wir haben bei einer Vermietungsquote von knapp über 90 Prozent der Einzelhandelsflächen das KOMM eröffnet. Das ist eine außergewöhnlich gute Vermietung für ein Center zum Zeitpunkt der Eröffnung. Inzwischen haben wir weitere Mietverträge abgeschlossen. Die bisherige Entwicklung hat unsere Erwartungen also grundsätzlich erfüllt.

Haben sich die Erwartungen der Centermanagements erfüllt?

Abbady: Nach einer wirklich großartigen Eröffnung und einem guten Weihnachtsgeschäft sind wir sehr zufrieden. Wir blicken daher optimistisch in die Zukunft.

Was muss sich erst noch entwickeln?

Brod: Mittlerweile haben wir eine Vermietungsquote von 95 Prozent erreicht. Bis zum März dieses Jahres werden drei weitere Läden eröffnen. Dazu zählen das Modelabel Madonna und ein T-Punkt Telekommunikationsshop. Auch die Gastronomie (Swissbreak) zum Aliceplatz wird dann ihre Türen öffnen. Durch den unfallbedingten Todesfall des Betreibers kam es zur Verzögerung. Für die Dienstleistungsflächen im KOMM on Top haben wir die Konzeptionsarbeiten für ein Gesundheitszentrum abgeschlossen. Wir starten jetzt mit der Ansprache potenzieller Nutzer. Wir streben die Eröffnung Mitte des Jahres an.

Gibt es Probleme?

Brod: Das Parkleitsystem ist noch nicht optimal. Die interne Beschilderung und die Zufahrt müssen noch verbessert werden. Hier haben wir bereits Gespräche mit dem Parkhausbetreiber geführt. An einer Lösung wird derzeit gearbeitet.

Wir haben gehört, dass einige Mieter überlegen auszuziehen. Was ist dran?

Brod: Die Saftbar musste wegen konzeptioneller Schwierigkeiten aufgeben. Von weiteren Auszugsüberlegungen ist uns nichts bekannt.

Wann werden die leer stehenden Räumlichkeiten besetzt?

Brod: Unser Ziel ist es, diese bis zum Ende des ersten Quartals vermietet zu haben.

Warum verzögert sich die Vermietung leer stehender Räumlichkeiten?

Brod: Wir sind daran interessiert, einen optimalen Branchenmix zu erreichen. Dafür benötigen wir adäquate Betreiber für die jeweilige Branche.

Was wünscht sich der Centermanager für die nächsten 100 Tage?

Abbady: Wir wünschen uns weiterhin so zufriedene Kunden und Mieter wie bisher. Darüber wünschen wir uns, dass der Bekanntheitsgrad des KOMM über Offenbach und die Region hinaus zunimmt und der Kundenzuwachs anhält. Und selbstverständlich freuen wir uns über jeden weiteren Mieter, um so die Angebotsvielfalt des KOMM abzurunden.

Gibt es weitere Gespräche über die Parkgebühren?

Brod: Wir stehen mit Q-Park im Dialog. Zudem verhandeln wir mit Einzelhändlern über weitere Vergütungsmodelle.

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