Endlich Platz zum Spielen und Ausruhen

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Im Dachgeschoss gibt es endlich Platz zum Bauen, Spielen, Klönen, Ruhen oder Lesen. Die Räumlichkeiten werden von den mittlerweile 75 Kindern der Ganztagsklassen genutzt.

Offenbach (siw) ‐ Offenbachs größte Grundschule, die Goetheschule im Nordend, hat jetzt mehr Platz. In den vergangenen Monaten hat die Stadt Offenbach das Dachgeschoss ausbauen lassen, um innerhalb der Ganztagsbetreuung Raum für Freizeitangebote zu schaffen.

Baubeginn war im Sommer 2009, jetzt konnten die neuen Räume eingeweiht werden. „Auch neben dem großen und ehrgeizigen Zehnjahresprogramm sind wir flexibel genug, um kurzfristig auf dringende Erfordernisse der Schulen zu reagieren“, erklärte Schuldezernent Paul-Gerhard Weiß und betonte: „Der Ausbau des Ganztagsangebots an Offenbacher Schulen hat hohe Priorität. Wenn eine Schule dieses Ziel mit solchem Engagement verfolgt wie die Goetheschule, möchten wir als Schulträger dafür schnellstmöglich die nötigen baulichen Voraussetzungen schaffen.“

Die Planung für den Dachausbau wurde daher im vergangenen Jahr eingeschoben - zusätzlich zum Schulbau- und -sanierungsprogramm und den Projekten aus der Konjunkturförderung, wie Anna Heep, Leiterin des Hochbaumanagements betonte.

Schule steht unter Denkmalschutz

Die Goetheschule wurde 1914 erbaut und steht unter Denkmalschutz. Zuvor war nur ein Teil des Dachgeschosses genutzt worden. Für die Ganztagsbetreuung reichten die Räumlichkeiten in dem viergeschossigen Schulgebäude nicht aus. Auf zwei Ebenen sind nun zusätzlich 180 Quadratmeter entstanden - Platz zum Bauen, Spielen, Klönen, Ruhen oder Lesen. Die Räumlichkeiten werden von den mittlerweile 75 Kindern der Ganztagsklassen genutzt, die täglich acht Stunden in der Schule verbringen. Auch den übrigen Schulkindern steht der Raum am Vormittag zur Verfügung.

2009 hatte die Stadt Offenbach die städtische Gesellschaft Entwicklung, Erschließung, Gebäudemanagement (EEG) mit der Steuerung des Vorhabens betraut. Die EEG ermittelte in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Architekturbüro ein Kostenvolumen von 300.000 Euro für den Dachausbau.

Die Dachflächen wurden innenseitig gedämmt und verkleidet. Die aus Holz bestehenden Teile der Konstruktion erhielten aus brandschutztechnischen Gründen ebenfalls eine Bekleidung. Die tragenden Dachbalken wurden einbezogen, um die neue Nutzfläche in verschiedene Zonen einzuteilen.

Eigentliche Ausbau ist für 2015 vorgesehen

Als Bodenbelag wurde Linoleum verwendet. Die neuen Fenster wurden in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde eingesetzt. Eine neue Elektroinstallation war notwendig und es gibt nun eine Teeküchenzeile.

Im Spitzboden wurde eine zweite Ebene eingezogen, die über eine frei im Raum stehende Treppe zugänglich ist. Die Empore sorgt für eine zusätzliche räumliche Gliederung. Auch wird über die Empore der notwendige zweite Rettungsweg sichergestellt, ohne den die Integration der Räumlichkeiten im Dach nicht möglich gewesen wäre. Laut Anna Heep besteht die Möglichkeit, das Ganztagsangebot auf weitere, bisher ungenutzte Dachflächen auszudehnen.

Der eigentliche Ausbau der Goetheschule im Schulbau- und Sanierungsprogramm ist für 2015 vorgesehen. Dann erhält die Einrichtung auch eine neue Cafeteria. Derzeit werden die Ganztagsschüler über eine Cafeteria im Kellergeschoss versorgt.

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