Engagement weit über den Lehrplan hinaus

Offenbach - (mcr) Angelika Amborn-Morgenstern leidet niemals unter Terminmangel. Die Lehrerin engagiert sich seit vielen Jahren in zahllosen Projekten für Offenbach, begleitet viele Kinder und Jugendliche mit Migrationsgeschichte weit über das berufliche Maß hinaus bei ihrem Integrationsprozess.

Deshalb hat Amborn-Morgenstern jetzt noch einen Termin mehr im Kalender: Am 14. Mai bekommt sie im Rathaus den Integrationspreis 2009.

Die Lobes-Liste, aus der die Bürgermeisterin und Jury-Vorsitzende Birgit Simon dann zitieren kann, ist lang. Wichtige Eckpunkte: Neben ihrer herausragenden interkulturellen und großteils ehrenamtlichen Arbeit mit Rudolf-Koch-Schülern und deren Familien engagiert sich Amborn-Morgenstern in zahlreichen jugendkulturellen und interreligiösen Projekten mit Kirchengemeinden, städtischen Institutionen und anderen Initiativen. Ihr Ziel sei es, den interkulturellen Dialog durch Begegnung und Austausch zu fördern, den Integrationsgedanken an Schüler heranzutragen und mit allen interessierten Menschen in einen Dialog um das „Wie?“ des Zusammenlebens in Offenbach zu treten. Simon: „Die Preisträgerin ist eine ideale Botschafterin für eine Stadt, die ein hohes Maß an Integration leistet.“

Die Jury hatte in diesem Jahr sieben Vorschläge von Institutionen sowie Einzelpersonen für den Integrationspreis erhalten. „Bei der Sichtung“, bilanziert Simon, „wurde deutlich, dass sich Integrationserfolge verfestigen und gleichzeitig immer wieder neue Impulse bereichernd hinzukommen.“

Neben Angelika Amborn-Morgenstern war das Deutsche Ledermuseum für seine erfolgreiche Integrationsarbeit für die Auszeichnung vorgeschlagen. Das Haus initiiert und fördert interkulturelle Begegnungen. Weitere benannte Institutionen waren das Projekt „Erzähl mir was von Gott“ der evangelischen Schlosskirchengemeinde, die katholische Gemeinde Sankt Marien, die griechisch-orthodoxe Allerheiligengemeinde, die islamische Gemeinde Mevlana-Moschee, die Yavuz-Selim-Moschee und die jüdische Gemeinde Offenbach für ihre Arbeit am interreligiösen Dialog. Weiter genannt wurden Initiativen für das Engagement im Stadtteil, für Hausaufgabenhilfe, Grundschulbetreuung und die Vorbereitung und Vermittlung in das Berufsleben.

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